Einleitung
Die AfD inszeniert sich öffentlich als "bürgerliche Alternative". Funktionärinnen und Funktionäre beteuern in Talkshows, man sei im Kern eine normale, demokratische Partei, die nur andere Schwerpunkte setze als Union und SPD. Dieses Selbstbild steht im Widerspruch zur empirischen und journalistischen Befundlage. Studien über politische Einstellungen, Zahlen der Sicherheitsbehörden und dokumentierte Einzelfälle aus Funktionärskreisen und dem organisierten Anhang zeigen ein anderes Bild: Gewaltbereitschaft, Gewaltrhetorik und explizite Morddrohungen sind im Milieu der Partei kein Rand-, sondern ein Strukturphänomen.
Dieses Dossier bündelt den empirischen Rahmen und eine wachsende Fallsammlung. Die Fallsammlung aktualisiert sich automatisch: Jeder neu auf Faktenfackel dokumentierte Vorfall mit den passenden Schlagworten erscheint in den Abschnitten unten, ohne dass der Text hier redaktionell nachgezogen werden muss.
Empirische Grundlagen
Die Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung (2024) und die Leipziger Autoritarismus-Studie 2024 kommen unabhängig voneinander zu demselben Ergebnis: Unter Anhängerinnen und Anhängern der Die "Alternative für Deutschland" sind rechtsextreme Einstellungen und Gewaltbilligung signifikant häufiger als in jeder anderen Wählergruppe, und das seit Jahren mit steigender Tendenz.
Das Bundeskriminalamt verzeichnete 2025 einen Rekord von 1521 Fällen rechtsextremer Gewalt, darunter zwei Mordversuche. Die Zahlen steigen parallel zur Verankerung der AfD im politischen System, nicht trotz ihrer Normalisierung, sondern in vielen Einzelstudien erkennbar als Folge davon.
Die Debatte über die Strategie, AfD-Positionen durch Anpassung zu entschärfen, ist empirisch geklärt: Eine vielbeachtete Studie von Krause, Cohen und Abou-Chadi (Cambridge University Press) wertet 50 Jahre Wahldaten aus zwölf westeuropäischen Ländern aus und zeigt, dass Mainstream-Parteien Rechtsaußen-Parteien nicht schwächen, wenn sie deren Positionen übernehmen, sondern stärken. Das deutsche Politbarometer April 2026 illustriert den Befund: Die AfD steht bei 26 Prozent, erstmals vor der Union.
Dokumentierte Fälle (wird laufend aktualisiert)
Alle auf Faktenfackel erfassten Vorgänge mit Bezug zu Gewalt oder Gewaltrhetorik aus dem AfD-Umfeld:
Morddrohungen gegen Regierungsmitglieder und Journalistinnen
Fazit
Das Selbstbild der "bürgerlichen" AfD ist mit den dokumentierten Befunden nicht vereinbar. Die Gewaltbereitschaft im Milieu ist empirisch messbar, polizeilich erfasst und journalistisch dokumentiert. Die Partei profitiert dabei von zwei Mechanismen: einem Rechtskurs des politischen Wettbewerbs, der ihre Themen normalisiert, und einer digitalen Öffentlichkeit, in der Gewaltphantasien unter Klarnamen und ohne spürbare Konsequenzen geäußert werden können. Wer die Partei politisch einordnen will, sollte die Fallsammlung oben nicht als Ausreißer lesen, sondern als Muster.
Zuletzt redaktionell aktualisiert: 24. April 2026. Die Fallsammlungen oberhalb aktualisieren sich automatisch.