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Stand: 08.03.2026

Altenberg wählt AfD-Bürgermeister mit 61,8 % – Boykottaufruf

Link Beschreibung

Altenberg (Sachsen) hat AfD-Kandidaten André Barth mit 61,8 % zum Bürgermeister gewählt. Der Post dokumentiert eine "Handakte 78169" mit Vorwürfen verfassungsfeindlicher Äußerungen und ruft zum Boykott des Wintersportorts auf.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Die Kernfakten im Post sind korrekt: André Barth (AfD) gewann am 26. Januar 2026 die Bürgermeisterwahl in Altenberg mit 61,8 % im ersten Wahlgang. Die Wahlbeteiligung lag bei über 70 %. Barth, der seit 2014 für die AfD im Sächsischen Landtag sitzt und zuvor SPD-Mitglied war, hatte das Amt bereits kommissarisch übernommen, nachdem der vorherige CDU-Bürgermeister Markus Wiesenberg im März 2025 zurückgetreten war.

Das im Post zitierte Barth-Zitat aus der Welt am Sonntag vom 25. August 2019 ist durch multiple Quellen belegt. Laut damaliger Berichterstattung sagte Barth: "Was die Partei jetzt bräuchte, ist ein Anschlag, Anis Amri 2. So was darf man sich natürlich nicht wünschen." Die taz beschreibt die Äußerung als "mutmaßlich humoristisch gemeint". Sachsen Fernsehen berichtete ebenfalls ausführlich über das Zitat.

Die "Handakte 78169" stammt von afd-verbot.de, einer zivilgesellschaftlichen Dokumentationsplattform, die Belege für ein mögliches AfD-Verbotsverfahren sammelt. Die dort gelisteten Vorwürfe gegen Barth beziehen sich auf die dokumentierte Aussage.

Der Boykottaufruf gegen Altenberg als Wintersportort ist eine politische Meinungsäußerung der Gruppe. Laut Medienberichten gab es nach der Wahl tatsächlich einzelne Stornierungen von Übernachtungen im Altenberger Ortsteil Zinnwald. Der Bob- und Schlittenverband Deutschland äußerte sich laut Berichten zurückhaltend zum neuen Bürgermeister.

Gegenquellen

Fazit

Die im Post genannten Fakten (Wahlergebnis 61,8 %, Barths Anis-Amri-Zitat) sind durch mehrere unabhängige Quellen belegt. Die Darstellung ist allerdings stark wertend und emotionalisierend. Der Boykottaufruf ist eine politische Meinungsäußerung, keine faktische Behauptung. Einordnung: faktisch korrekt in den Kernaussagen, aber mit klarer politischer Rahmung.