Link Beschreibung
Bill McCamley widerlegt den Mythos, Amerika sei als christliche Nation gegründet worden.
Faktenfackel Bewertung
Einordnung
Die Aussage ist historisch gut belegt. Die drei Gründungsdokumente der USA, Unabhängigkeitserklärung, Konföderationsartikel und Verfassung, enthalten laut Americans United keine Erwähnung des Christentums oder von Jesus Christus. Die Verfassung ist ein vollständig säkulares Dokument.
Besonders deutlich wird dies im Vertrag von Tripolis (1797), dessen Artikel 11 lautet: "the Government of the United States of America is not in any sense founded on the Christian Religion" (Übersetzung: "Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika ist in keiner Hinsicht auf die christliche Religion gegründet"). Dieser Vertrag wurde vom Senat einstimmig und ohne Debatte ratifiziert und von Präsident John Adams unterzeichnet.
Viele Gründerväter waren laut History News Network Deisten, keine orthodoxen Christen, darunter Thomas Jefferson und Benjamin Franklin. Das Erste Amendment der Verfassung etabliert die Trennung von Kirche und Staat.
Allerdings argumentiert die Heritage Foundation, dass christliche Werte die Gründerväter beeinflusst hätten, auch wenn keine Staatsreligion eingerichtet wurde. Diese Nuance ändert jedoch nichts an der Kernaussage: Die USA wurden verfassungsrechtlich nicht als christliche Nation gegründet.
Fazit
Die Kernaussage ist historisch korrekt: Die USA wurden nicht als christliche Nation gegründet. Verfassung, Vertrag von Tripolis und die Schriften der Gründerväter belegen eine bewusste Trennung von Staat und Religion.
