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Stand: 10.03.2026

Conny Mittermeyer: Der Mythos Impfungen verursachen Autismus

Wahr

Link Beschreibung

Conny Mittermeyer erklärt die Ursprünge des hartnäckigen Mythos, Impfungen könnten Autismus verursachen, zurückgehend auf Andrew Wakefields zurückgezogene Lancet-Studie von 1998 und den daraus entstandenen Skandal.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Die im Beitrag dargestellten Fakten stimmen mit dem wissenschaftlichen Konsens und der dokumentierten Geschichte überein:

Wakefield-Studie 1998: Andrew Wakefield veröffentlichte im Februar 1998 in The Lancet eine Studie an nur 12 Kindern, die einen Zusammenhang zwischen der MMR-Impfung und Autismus nahelegte. Wie Wikipedia und eine Übersichtsarbeit in Indian Journal of Psychiatry (PMC) dokumentieren, handelte es sich um bewussten wissenschaftlichen Betrug: Daten wurden manipuliert, Diagnosen verfälscht und finanzielle Interessenkonflikte verschwiegen.

Rückzug und Konsequenzen: The Lancet zog die Studie im Februar 2010 vollständig zurück, wie PMC/CMAJ berichtet. Im selben Jahr entzog der britische General Medical Council Wakefield die Approbation wegen "schwerwiegenden beruflichen Fehlverhaltens". Das British Medical Journal stufte die Studie 2011 offiziell als Betrug ein.

Aktueller Forschungsstand: Mittermeyer verweist auf eine dänische Kohortenstudie von 2025 mit über 1,2 Millionen Kindern zur Aluminium-Exposition durch Impfstoffe. Die Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health bestätigt, dass zahlreiche große Studien keinen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus gefunden haben. Eine PLOS-One-Studie quantifiziert den negativen Einfluss der Wakefield-Studie auf das Vertrauen in die MMR-Impfung in den USA.

Die im Beitrag erwähnten Quellen (RKI, Paul-Ehrlich-Institut, infektionsschutz.de, WHO, Annals of Internal Medicine) sind die einschlägigen Fachbehörden und Fachzeitschriften.

Gegenquellen

Fazit

Conny Mittermeyers Beitrag ist sachlich korrekt und gut recherchiert. Die dargestellte Geschichte der Wakefield-Studie, deren Rückzug und die wissenschaftliche Widerlegung des Impf-Autismus-Zusammenhangs stimmen mit dem gesicherten Wissensstand überein. Der Beitrag leistet seriöse Aufklärungsarbeit gegen einen der folgenreichsten medizinischen Mythen der letzten Jahrzehnte.