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Stand: 09.03.2026

AfD-Märchenstunden: Forderungen weder realistisch noch finanzierbar

Wahr

Link Beschreibung

Florian Dorn zeigt, dass die politischen Forderungen der AfD weder realistisch noch finanzierbar sind.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Florian Dorn ist Wissenschaftler am ifo Institut in München und seit 2025 auch Mitglied des Deutschen Bundestags. Das ifo Institut hat im Februar 2025 eine umfassende Analyse der Wahlprogramme aller relevanten Parteien zur Bundestagswahl 2025 veröffentlicht. Die Studie von Maximilian Blömer, Eike Eser, Lilly Fischer und Andreas Peichl erschien im ifo Schnelldienst digital (Nr. 2/2025).

Die Analyse ergibt, dass die AfD (zusammen mit dem BSW) die höchsten Steuersenkungsversprechen aller Parteien formuliert hat. Die staatlichen Mindereinnahmen durch die AfD-Vorschläge wurden auf rund 155 Milliarden Euro beziffert. Studienautor Maximilian Blömer wird zitiert, die Analysen zeigten, dass viele Reformvorschläge große Finanzierungslücken aufweisen. Die Nachhaltigkeit der Versprechen bleibe bei den meisten Wahlprogrammen unklar, sodass Steuererhöhungen oder höhere Verschuldung nötig wären.

Die ifo-Kritik trifft allerdings nicht nur die AfD: Auch die Programme von Union, SPD, FDP und BSW werden als unzureichend gegenfinanziert kritisiert. Die AfD und das BSW stechen jedoch durch besonders hohe Versprechen bei gleichzeitig fehlender Gegenfinanzierung hervor.

Gegenquellen

Fazit

Die Kernaussage, dass die AfD-Forderungen nicht finanzierbar sind, wird durch die unabhängige Analyse des ifo Instituts gestützt. Die geschätzte Finanzierungslücke von rund 155 Milliarden Euro ist wissenschaftlich belegt. Die Bezeichnung als "Märchenstunden" ist Dorns eigene politische Bewertung, aber die zugrunde liegende ökonomische Analyse ist seriös und stammt von einem der renommiertesten Wirtschaftsforschungsinstitute Deutschlands.