Link Beschreibung
Frank Mertens widerlegt die russische Behauptung, die Ukraine habe den Donbass ab 2014 beschossen und Tausende Zivilisten getötet, diese Narrative dient als Vorwand für den Angriffskrieg und ist faktisch falsch.
Faktenfackel Bewertung
Einordnung
Die russische Darstellung, die Ukraine habe ab 2014 gezielt Zivilisten im Donbass bombardiert und einen "Genozid" begangen, ist ein zentrales Propagandanarrativ, das als Rechtfertigung für den Angriffskrieg ab Februar 2022 diente. Die EU-Vertretung in Deutschland stuft die Genozid-Behauptung als Kreml-Desinformation ein.
Gleichzeitig ist die Lage differenzierter als eine pauschale Zurückweisung suggeriert. Laut OSZE-Berichten und UN-Zahlen kamen im Donbass-Krieg 2014-2021 insgesamt rund 14.000 Menschen ums Leben, darunter etwa 3.400 Zivilisten, auf beiden Seiten der Kontaktlinie. Die Stiftung Wissenschaft und Politik dokumentiert gegenseitigen Beschuss über die Kontaktlinie. Zivilisten starben sowohl durch ukrainischen als auch durch separatistischen/russischen Beschuss.
Ein Faktencheck von watson.ch bestätigt: Die Ereignisse im Donbass erfüllen keine anerkannte Definition von Völkermord. Russland instrumentalisierte reale, aber beidseitige Kampfhandlungen zu einem einseitigen Genozid-Narrativ.
Fazit
Das russische Genozid-Narrativ ist Propaganda. Dass es im Donbass-Krieg Zivilisten auf beiden Seiten traf, ist jedoch belegt, die pauschale Aussage, die gesamte Darstellung sei "faktisch falsch", vereinfacht die komplexe Lage.
