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Stand: 26.03.2026

Fake Food? Subway, Pringles und Wasabi unter der Lupe

Komplex

Link Beschreibung

Liam Layton (Kanal "The Plant Slant") präsentiert in einem Reel mehrere Beispiele für Lebensmittel, die nicht das sind, was Verbraucher erwarten. Im Fokus stehen Subway, Pringles und Wasabi.

Kernaussagen

Das Reel greift drei populäre "Fake Food"-Behauptungen auf:

  1. Subway: Verschiedene Kontroversen um Subway-Produkte, u.a. die Frage, ob das Brot wirklich "Brot" ist, und ob der Thunfisch wirklich Thunfisch enthält.
  2. Pringles: Enthalten nur ca. 42 % Kartoffel, der Rest besteht aus Weizenstärke, Mais- und Reismehl, Pflanzenölen und Emulgatoren. Daher sind sie streng genommen keine "Kartoffelchips" im klassischen Sinn.
  3. Wasabi: Bis zu 99 % des in den USA verkauften "Wasabi" enthält keinen echten Wasabi, sondern besteht aus Meerrettich, Senfpulver, Maisstärke und grünem Farbstoff.

Einordnung

Die drei Behauptungen haben jeweils einen realen Kern, aber unterschiedliche Grade an Nuance:

Subway

Subway war Gegenstand mehrerer Kontroversen:

Pringles

Die 42-%-Kartoffel-Behauptung ist korrekt und gerichtlich dokumentiert. In einem britischen Steuerstreit argumentierte Hersteller Procter & Gamble 2008 erfolgreich, Pringles seien keine "Crisps" (Chips), da sie nur 42 % Kartoffel enthielten und ihre Form "nicht in der Natur vorkommt". Der Court of Appeal kippte dieses Urteil 2009 (HMRC v Procter & Gamble UK, EWCA Civ 407) mit der Begründung, ein vernünftiger Verbraucher würde Pringles durchaus als "Crisps" betrachten. Die FDA in den USA verlangt die Bezeichnung "potato crisps made from dried potatoes".

Wasabi

Der Wasabi-Faktencheck ist weitgehend korrekt: Schätzungen zufolge sind bis zu 99 % des in den USA verkauften Wasabi nicht aus echtem Wasabi (Wasabia japonica) hergestellt. Selbst in Japan sollen 95 % "falsch" sein. Echter Wasabi ist extrem schwer anzubauen und teuer. Das Ersatzprodukt besteht typischerweise aus Meerrettich, Senfpulver und grünem Farbstoff.

Fazit

Überwiegend korrekt, aber vereinfachend. Die einzelnen "Fake Food"-Behauptungen basieren auf realen Fakten (Pringles-Kartoffelgehalt, Wasabi-Imitat-Problematik, Subway-Kontroversen). Allerdings neigt das Format zur Sensationalisierung: Das irische Brot-Urteil war eine steuerrechtliche, keine lebensmittelrechtliche Entscheidung; die Thunfisch-Klage wurde abgewiesen; und die 42 % Kartoffel bei Pringles machen das Produkt nicht gesundheitsschädlich, es ist schlicht ein anderes Herstellungsverfahren als bei traditionellen Chips. Die Bezeichnung "Fake Food" suggeriert Betrug, wo es teilweise eher um Verbraucherkommunikation und Erwartungsmanagement geht.