Link Beschreibung
Marisa analysiert das Gebäudeenergiegesetz (GEG / "Heizungsgesetz") und erklärt, warum es trotz des schlechten Images tatsächlich problematisch ist, für Klima, Staatsfinanzen und Verbraucherinnen.
Die im Titel genannte These, das Heizungsgesetz sei für Klima, Staatsfinanzen und Verbraucher problematisch, kann anhand öffentlicher Quellen eingeordnet werden.
Faktenfackel Bewertung
Einordnung
Marisa thematisiert einen überraschend differenzierten Standpunkt: nicht das übliche rechte "Das GEG ist ein Angriff auf Hausbesitzer", sondern eine Kritik von links oder aus Verbraucherschutzperspektive, die das Gesetz als klimapolitisch unzureichend und sozial problematisch einstuft.
Dieser Standpunkt ist gut belegt. Correctiv hat im Februar 2026 die Regierungsaussagen zur Heizungsreform überprüft. Zentrale Befunde: Die Abschaffung der 65-Prozent-Erneuerbare-Energie-Pflicht für neue Heizanlagen ist laut Experten ein "klimapolitischer Paukenschlag". Die neue Grüngasquote (10 Prozent ab 2029) reicht laut EU-Recht möglicherweise nicht aus. Zudem ist nicht gesichert, dass "Heizen mit Biogas nicht teurer wird", Biogas ist knapp und teuer. Niedrigeinkommensmieterhaushalte werden durch steigende Energiekosten und CO2-Preiserhöhungen überproportional belastet.
Für die Staatskasse gilt: Die ursprüngliche GEG-Reform sollte langfristig Heizkosten senken. Die nun beschlossene Liberalisierung zugunsten von Gas- und Ölheizungen (mit Bioanteil ab 2029) verlängert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, deren Preise durch den CO2-Preis weiter steigen. Das kann den Staat durch höhere Sozialausgaben belasten.
Allerdings war das ursprüngliche GEG 2024 auch nicht ohne Probleme: Es sorgte für erhebliche Planungsunsicherheit, und die späte Einführung der Förderprogramme (BEG) führte zu einem Einbruch beim Wärmepumpenabsatz 2024. Laut ZDF heute wollen die Koalitionsfraktionen bis Sommer 2026 ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz vorlegen.
Fazit
Marisas These, das Heizungsgesetz sei für Klima, Staatsfinanzen und Verbraucher problematisch, ist aus einer Klimaschutzperspektive gut begründbar: Die aktuelle Reform schwächt den Klimaschutz im Gebäudesektor, und der damit verbundene weitere Anstieg fossiler Heizkosten belastet Verbraucher. Allerdings ist die Bewertung abhängig davon, welche Reform-Version gemeint ist, das GEG 2024 oder die neue Novelle 2026.
