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Stand: 18.03.2026

MR and MRS gegen Rechts: AfD-Stadtrat Oliver Beck (Kaiserslautern) tritt nach Todesschuss-Posts zurück

Link Beschreibung

Die Aktivistin "MR and MRS gegen Rechts" berichtet in einem Reel über den AfD-Stadtrat Oliver Beck aus Kaiserslautern (im Reel an seinem Instagram-Handle "olibek" erkennbar), der am 23. Februar 2026 sein Stadtratsmandat niedergelegt hat. Anlass waren öffentlich gewordene Instagram-Posts, in denen Beck den Umgang mit Migranten beschreibt: Bei Widerstand gegen Abschiebungen sei "bei Angriff Warnschuss, dann finaler Todesschuss" angemessen, Demonstranten würden "gleich behandelt". Beck bezeichnete sich in den Posts selbst als "sehr fremdenfeindlich (xenophob)". Nach öffentlichem Druck und zwei Aufforderungen zur Stellungnahme legte er sein Mandat "aus gesundheitlichen Gründen" nieder.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Der konkrete Fall ist durch lokale Berichterstattung der RHEINPFALZ vollständig belegt. Die RHEINPFALZ: Nach AfD-Äußerungen über Todesschuss, Nachfolger für Beck im Stadtrat Kaiserslautern berichtet, dass Oliver Beck zum 23. Februar 2026 sein Mandat niederlegte. Die wörtlichen Zitate aus seinen Instagram-Posts sind in einer vorherigen RHEINPFALZ-Recherche zu den Todesschuss-Posts dokumentiert: "Wer sich nicht freiwillig zu den Abschiebeflughäfen begebe, wird gewaltsam der Abschiebung zugeführt", das Anschreiben könne "auch entfallen und sofort zu Teil zwei übergegangen werden: bei Angriff Warnschuss, dann finaler Todesschuss." Demonstranten "werden gleich behandelt." Becks Selbstbeschreibung als "sehr fremdenfeindlich (xenophob)" und seine Begründung, "dem weichgespülten Chaosland Zucht und Ordnung" zuführen zu müssen, sind dort wörtlich zitiert.

Becks Mandatsniederlegung erfolgte ohne Angabe von Gründen, gegenüber der RHEINPFALZ verwies er auf seine Gesundheit. Sein Anwalt bezeichnete die Posts als "Schilderung der geltenden Rechtslage", eine offenkundige Verharmlosung, da die Androhung des "finalen Todesschusses" gegen Demonstranten in keiner deutschen Rechtsordnung gedeckt ist. Nachgerückt ist Artem Derr; Oberbürgermeisterin Beate Kimmel (SPD) wies bei der Vereidigung explizit darauf hin, dass "die freiheitlich-demokratische Grundordnung in diesem Saal ausgesprochen hochgehalten wird", was als deutliche Distanzierung von Beck zu verstehen ist.

Inhaltlich illustriert der Fall ein dokumentiertes Muster: AfD-Mandatsträger:innen veröffentlichen gewaltverherrlichende Posts in sozialen Medien, treten nach öffentlichem Druck "aus gesundheitlichen Gründen" zurück und vermeiden so eine ordentliche parlamentarische oder strafrechtliche Auseinandersetzung. Die Belltower News: Themenseite AfD und die Amadeu-Antonio-Stiftung: Rechtsextreme in der Kommunalpolitik dokumentieren mehrere Dutzend ähnliche Rücktritte. Die Rhetorik, gegen Migranten und Demonstranten "Todesschüsse" zu erwägen, fügt sich in das Klima ein, das bereits durch das Correctiv: Geheimplan gegen Deutschland (10. Januar 2024) aufgedeckte Potsdamer "Remigrations"-Treffen sichtbar wurde.

Fazit

Konkreter Fall: Der Kaiserslauterer AfD-Stadtrat Oliver Beck hat sein Mandat niedergelegt, nachdem Instagram-Posts öffentlich wurden, in denen er den "finalen Todesschuss" gegen Migranten und Demonstranten erwog. Die wörtlichen Zitate sind durch die RHEINPFALZ-Recherche belegt. Das Reel der Aktivistin "MR and MRS gegen Rechts" gibt den Fall im Kern korrekt wieder; eine konkrete Namensnennung fehlt im Reel, der im Bild sichtbare Instagram-Username "olibek" identifiziert Beck eindeutig.