Link Beschreibung
Restzeit über das AfD-Opfernarrativ: Die Partei schreit "Ausgrenzung", während die Staatsanwaltschaft ihre Konten durchsucht.
Faktenfackel Bewertung
Einordnung
Die Aussage fasst eine verbreitete Kritik an der AfD zusammen: Die Partei inszeniert sich als Opfer politischer Verfolgung, während gleichzeitig zahlreiche Ermittlungsverfahren gegen AfD-Funktionäre laufen.
Tatsächlich gibt es eine Reihe juristischer Vorgänge: Gegen den MdB Petr Bystron wird laut Abgeordnetenwatch wegen mutmaßlicher Bestechlichkeit im Zusammenhang mit dem russischen Netzwerk "Voice of Europe" ermittelt. Im Februar 2025 wurde laut taz eine mutmaßliche Strohmannspende von 2,35 Millionen Euro an die AfD bekannt. Correctiv berichtete über Durchsuchungen im Rahmen der AfD-Spendenaffäre.
Laut Abgeordnetenwatch laufen gegen mehrere AfD-Abgeordnete Ermittlungs- oder Gerichtsverfahren wegen Korruption, Untreue und illegaler Parteispenden.
Die AfD selbst bezeichnet solche Verfahren regelmäßig als politisch motiviert, das Parlament berichtet, andere Fraktionen werfen der AfD dabei ein Ablenkungsmanöver vor.
Fazit
Die Gegenüberstellung von Opfernarrativ und tatsächlichen Ermittlungsverfahren ist sachlich begründet. Die AfD steht unter erheblichem juristischem Druck, präsentiert sich aber gleichzeitig als Opfer politischer Verfolgung.
