Link Beschreibung
Facebook-Reel der Seite "Moers ist Bunt, nicht Braun" mit einem Mitschnitt eines AfD-Bürgerdialogs in Halberstadt vom 12. Mai 2026. Das Reel trägt den Titel "Sie sagen völlig offen, was sie vorhaben. Hört mal genau hin..." und fordert ein AfD-Verbot. 187 Reaktionen, 67 Kommentare, 95 Shares.
Faktenfackel Bewertung
Einordnung
Der AfD-Bürgerdialog fand am 12. Mai 2026 ab 18:30 Uhr im Gästehaus Spiegelsberge in Halberstadt statt. Als Podiumsgäste waren laut AfD-Fraktion Sachsen-Anhalt Ulrich Siegmund (Fraktionsvorsitzender der AfD-Landtagsfraktion), Matthias Büttner (stellvertretender Fraktionsvorsitzender) und Christian Hecht (Fraktionsmitglied) angekündigt. Parallel zur Veranstaltung gab es laut news.de einen Gegenprotest unter dem Motto "Rechte Hetze? Hier nicht!" um 17:30 Uhr vor Ort.
Ulrich Siegmund ist der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026. Er vertritt laut Campact Positionen wie die Abschaffung des Asylgrundrechts, den Abzug Sachsen-Anhalts aus dem öffentlichen Rundfunk und befürwortet offen den Begriff "Remigration". Die AfD in Sachsen-Anhalt ist seit 2023 vom Landesverfassungsschutz als "gesichert rechtsextremistisch" eingestuft.
Das Format "Bürgerdialog" nutzt die AfD-Fraktion Sachsen-Anhalt seit dem Landtagswahlkampf 2026 regelmäßig, um direkten Kontakt zur Bevölkerung herzustellen. Halberstadt war eine von mehreren Stationen; einen Tag zuvor fand eine entsprechende Veranstaltung in Coswig statt.
Im Reel ist ein Redner vom Podium zu hören, der offen die Machtübernahme über den Verfassungsschutz als Ziel formuliert: "Wenn wir das schaffen, dann besetzen wir das Innenministerium. Wenn wir das Innenministerium besetzen, sind wir zuständig für den Verfassungsschutz." Die Aussage fällt im Kontext der Frage, "warum man so viel Angst vor uns hat".
Fazit
Das Reel dokumentiert einen AfD-Bürgerdialog in Halberstadt, an dem der Sachsen-Anhalter AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund teilnahm. Die im Video festgehaltene Aussage, man wolle das Innenministerium besetzen, um den Verfassungsschutz zu kontrollieren, bestätigt die Strategie, staatliche Kontrollinstanzen auszuschalten. Die AfD in Sachsen-Anhalt ist behördlich als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.
