Zur Quelle "No AfD (Facebook)" springen
Stand: 27.03.2026

Wenn die AfD wieder die Wahrheit nicht verträgt

Link Beschreibung

No AfD über die Wahrheit hinter AfD-Positionen und wie die Partei mit Fakten umgeht.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Der Clip zeigt einen Ausschnitt aus einer Bundestagsdebatte über politische Werbung im digitalen Raum (15. Januar 2026, KW 3/2026) von Helge Lindh (SPD). Die AfD hatte einen Antrag eingebracht, die EU-Verordnung 2024/900 über Transparenz und Targeting politischer Werbung abzuschaffen, mit dem Argument, sie beschränkt die "Meinungsfreiheit" und benachteilige Parteien wie die AfD auf digitalen Plattformen.

Die Rede im Clip widerspricht dem AfD-Framing scharf: Helge Lindh wirft der AfD vor, den Begriff "Chancengleichheit" zu missbrauchen und bei Frauenrechten taktisch vorzugehen, sie würden nur dann herangezogen, wenn es um Hetze gegen Flüchtlinge und Muslime gehe. Der Kern der Rede gilt der russischen Desinformationskampagne Storm 1516: Diese wurde laut dem Redner gemeinsam vom deutschen Verfassungsschutz und französischen Diensten erstmals eindeutig Russland zugeschrieben. Als konkrete Beispiele nennt er Falschbehauptungen aus dieser Kampagne, darunter die frei erfundene Geschichte, Friedrich Merz habe bei einer Großwildjagd Eisbärenbabys getötet, sowie der Vorwurf, Robert Habeck sei in illegalen Kunstraub verwickelt, und die Behauptung, die AfD stehe nicht auf Wahlzetteln.

Die Aussagen zur Storm-1516-Kampagne sind faktisch korrekt: Correctiv berichtete ausführlich über die Kampagne und ihre Fake-Storys gegen Merz und Habeck. Die Zuschreibung an die russische Administration wurde von deutschen und französischen Behörden bestätigt; der Russische Botschafter wurde einbestellt. Die EU verhängte daraufhin Sanktionen gegen mehrere Verantwortliche der Kampagne, wie Correctiv berichtet.

Fazit

Der geteilte Clip zeigt eine inhaltlich korrekte Bundestags-Rede über russische Desinformation und die Storm-1516-Kampagne. Die konkreten Faktenaussagen zur Kampagne sind durch unabhängige Quellen belegt. Das Framing von "No AfD" ist politisch; der Inhalt selbst ist überprüfbar korrekt.