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Stand: 27.03.2026

Evangelischer Pfarrer: Was die Menschen im Dritten Reich wirklich wussten

Link Beschreibung

Evangelischer Pfarrer erklärt, was die Menschen im Dritten Reich wirklich über die Nazi-Verbrechen wussten.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Die historische Frage, wie viel die deutsche Bevölkerung vom Holocaust wusste, ist in der Geschichtswissenschaft intensiv erforscht. Der Historiker Bernward Dörner vertritt die Kernthese, dass "breite Schichten der deutschen Bevölkerung wussten, dass Juden systematisch ermordet wurden" – dokumentiert in einem BpB-Video von 2006. Der Bielefelder Historiker Harald Welzer kam zu ähnlichen Schlüssen.

Aus kirchlicher Perspektive ist der historische Befund ebenfalls eindeutig: Bischof Theophil Wurm schrieb bereits am 21. September 1944 an einen Pastor der Deutschen Christen: "Jeder weiß oder kann wissen, wie das Dritte Reich mit den Juden verfahren ist, besonders seit der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 und im Kriege bis zur völligen Vernichtung in Polen und Russland." Die Rolle der evangelischen Kirche im Nationalsozialismus ist dabei selbst ambivalent – viele Pastoren unterstützten das Regime, eine Minderheit leistete Widerstand (Bekennende Kirche, Bonhoeffer, Niemöller).

Dass ein evangelischer Pfarrer heute öffentlich erklärt, die Bevölkerung habe weitaus mehr gewusst als oft behauptet, entspricht dem wissenschaftlichen Forschungsstand und ist historisch belegt.

Fazit

Die Kernaussage des Reels – dass die Menschen im Dritten Reich über die Nazi-Verbrechen informiert waren – ist durch Geschichtswissenschaft und zeitgenössische kirchliche Quellen gut belegt. Der historische Forschungsstand unterstützt diese Einschätzung eindeutig.