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Stand: 27.03.2026

Daniel Günther bei Markus Lanz: Erfrischend oder Normalisierung rechter Positionen?

Wahr

Link Beschreibung

Volksverpetzer-Reel zum Auftritt von Daniel Günther (CDU-Ministerpräsident Schleswig-Holstein) bei Markus Lanz am 7. Januar 2026. Günther kritisierte rechte Desinformationsportale wie NIUS und sprach sich für ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige aus. Rechte Medien stellten das als "Zensurforderung" dar. Der dazugehörige Volksverpetzer-Faktencheck: volksverpetzer.de/faktencheck/rechte-medien-guenther-fake/. Zur Sendung: ZDF Markus Lanz vom 7. Januar 2026.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Der Volksverpetzer-Faktencheck ist durch Primärquellen gut belegt. Günther machte bei Markus Lanz am 7. Januar 2026 zwei unterschiedliche Aussagen: Er forderte mediale Qualitätsstandards (Selbstregulierung) und sprach sich für ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige aus, in Anlehnung an das australische Modell. Als Lanz fragte, ob man Plattformen "regulieren, notfalls zensieren, im Extremfall sogar verbieten" müsse, antwortete Günther mit "Ja", und präzisierte sofort, er meine damit das Social-Media-Verbot für Minderjährige. NIUS und BILD schnitten die Sequenz so, dass die Präzisierung fehlte, und titelten von einem "Zensur-Vorstoß". Günther stellte in einem öffentlichen Statement klar: "Ein Verbot oder eine Zensur von Medienportalen habe ich zu keinem Zeitpunkt thematisiert." Auch der Deutsche Journalistenverband (DJV) war zunächst auf das rechte Framing hereingefallen und musste nach Günthers Klarstellung seine Haltung revidieren. Die taz berichtet, dass NIUS sich nicht dem Presserat unterwirft.

Fazit

Die rechten Medien NIUS und BILD haben Günthers Aussagen nachweislich verdreht. Der Volksverpetzer-Faktencheck ist korrekt: Günther forderte keine Zensur von Medien, sondern ein Jugendschutz-Modell für Social Media und mediale Selbstverantwortung.