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Interview der jungen Welt vom 14. Juli 2026 mit Michèle Winkler, Referentin des Komitees für Grundrechte und Demokratie, zum Polizeieinsatz rund um den AfD-Bundesparteitag in Erfurt am 4. Juli 2026. Winkler berichtet, Beamte, "insbesondere Thüringer Einheiten", seien "ohne Anlass und Ankündigung mit Pfefferspray und Schlagstöcken in Gruppen hineingestürmt"; sie verweist auf eine Person mit blutender Kopfwunde nach Schlagstockeinsatz und auf Schmerzgriffe gegen friedliche Sitzblockaden.
Winkler kritisiert die Darstellung von Innenminister Georg Maier (SPD), der Einsatz sei eine gelungene Deeskalation gewesen, als "unehrliche Symbolpolitik" und beklagt, es fehle "am politischen Willen", die Polizei zu verhältnismäßigem Handeln zu bringen. Das Interview dokumentiert damit die zivilgesellschaftliche Kritik an der Aufarbeitung; formale Ermittlungsverfahren gegen einzelne Beamte werden nicht genannt. Es ergänzt die anwaltliche Kritik aus der Pressemitteilung des RAV um die Perspektive des Grundrechtekomitees.
