Quelle

nd – Journalismus von links

Linke Tageszeitung, früher Neues Deutschland

Bildquelle: ©nd – Journalismus von links
Bildquelle: ©nd – Journalismus von links

Über die Quelle

Das nd (früher: Neues Deutschland) ist eine deutsche Tageszeitung mit linker Ausrichtung, erscheint seit 1946 und online unter nd-aktuell.de. Seit 2022 ist die nd.Genossenschaft eG Eigentümerin -- die Redaktion und Leser sind damit formell Miteigentümer. Bis 2021 hielt die Partei Die Linke (über FEVAC) Anteile.

Faktenfackel Bewertung

Das nd hat aktuell rund 12.000 Abonnements (Stand 2023, davon etwa 2.600 digital) -- ein massiver Rückgang gegenüber der DDR-Zeit (1989: 1,2 Millionen). Der tägliche Kiosk-Vertrieb wurde 2023 eingestellt, Montags- und Samstagsausgaben fallen weg. Das nd ist faktisch zu einem hauptsächlich digitalen Medium geworden.

Politisch versteht sich das nd als linksplurale Zeitung ohne formelle Parteibindung, steht aber traditionell der Linken nahe und berichtet mit demokratisch-sozialistischer Perspektive. Die Einbettung in ostdeutsche Debatten ist ausgeprägt, ebenso der Fokus auf soziale Ungleichheit, Arbeit und Antifaschismus.

Für Faktenchecks zu Rechtsextremismus und AfD ist das nd eine solide Sekundärquelle: Die Berichterstattung ist ernsthafter Journalismus, die Redaktion arbeitet quellenbasiert und transparent über ihre Haltung. Im Gegensatz zur jungen Welt ist das nd nicht als linksextrem eingestuft und agiert im demokratisch-linken Spektrum.

Die Hauptschwäche für Faktenfackel-Zwecke ist die geringe Reichweite und der weitgehend abonnementbasierte Zugang -- viele Artikel sind hinter der Paywall.

Fazit

nd-Artikel sind im Allgemeinen verlässlich recherchiert und transparent in ihrer Haltung. Für Faktenchecks zu rechtsextremen Themen gut als ergänzende Quelle nutzbar. Die politische Positionierung (linksplurale Perspektive) sollte in Faktenchecks benannt werden, mindert die faktische Qualität aber selten.