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Stand: 27.03.2026

AfD blamiert sich bis auf die Knochen – Antrag wird zum Eigentor

Link Beschreibung

No-AfD-Clip aus einer Bundestagssitzung, in dem ein Redner schildert, wie ein AfD-Abgeordneter ihn zuvor im Plenum mit einer Frage konfrontiert hatte – und der daraus resultierende AfD-Antrag sich nun als Eigentor entpuppt. Das Vollvideo (3:43 Min.) erschien am 08.03.2026 unter https://www.youtube.com/watch?v=enoU9-1ZqdM.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Der Clip bezieht sich auf eine Bundestags-Aktuelle Stunde vom 25. Februar 2026 zum Thema öffentlich-rechtlicher Rundfunk. Auslöser waren zwei Medienpannen: Das ZDF hatte in einem "heute journal"-Beitrag über die US-Einwanderungsbehörde ICE versehentlich ein KI-generiertes Video verwendet, und die ARD-Tagesschau zeigte fehlerhafte Aufnahmen vom CDU-Parteitag. Die AfD nutzte die Gelegenheit, um ARD und ZDF "vorsätzlichen Betrug" vorzuwerfen und das Ende des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu fordern, so das Bundestags-Protokoll.

Das "Eigentor": Grünen-Politiker Sven Lehmann wies in seiner Erwiderung darauf hin, dass die AfD selbst regelmäßig KI-generierte Inhalte in ihrer Parteiarbeit einsetzt – etwa in Mecklenburg-Vorpommern – und formulierte treffend: "Wenn Sie mit dem Finger auf das ZDF zeigen, zeigen vier Finger zurück auf sie selbst." Die AfD-Kritik am ZDF-Fehler erschien so als Heuchelei.

Der ZDF-Fehler selbst ist belegt: Der Sender hat den Einsatz des KI-generierten Videos eingeräumt und erklärt, es habe keine absichtliche Manipulation gegeben, laut T-Online. Die Übermedien-Analyse hält fest, dass das ZDF dabei einen Eindruck korrigiert hat, den es gar nicht erweckt hatte.

Fazit

Das im Clip beschriebene Eigentor ist sachlich belegt: Die AfD versuchte, einen ZDF-Fehler beim Einsatz von KI-Inhalten für einen Generalangriff auf den ÖRR zu nutzen – und wurde prompt mit ihrem eigenen regelmäßigen Einsatz von KI-Inhalten konfrontiert, was ihre Kritik als unglaubwürdig erscheinen ließ.