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Stand: 02.06.2026

Messerangriff in Stuttgart: Staatsschutz ermittelt wegen rechtsextremistischem Motiv

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t-online (dpa) berichtet, dass das Staatsschutzzentrum Baden-Württemberg die Ermittlungen zu einem Messerangriff vom 24. April 2026 in Stuttgart übernommen hat. Zwei Männer (19 und 21 Jahre), von denen mindestens einer der rechtsextremen Szene zugeordnet wird, stachen mehrfach auf einen 44-Jährigen ein, den sie zuvor als vermeintliches "Antifa"-Mitglied beschimpft hatten. Der Vorwurf lautet versuchter Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung; das Opfer überlebte schwer verletzt.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Am Abend des 24. April 2026 wurde ein 44-jähriger Mann im Stuttgarter Stadtbezirk Nord im Bereich der Mönchhaldenstraße mit einem Springmesser angegriffen und mehrfach in die Brust gestochen. Er überlebte nur dank einer Notoperation. Zwei Tatverdächtige im Alter von 19 und 21 Jahren wurden noch in der Tatnacht im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung festgenommen und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. Das berichten Stuttgarter Nachrichten: Gewalttat in Stuttgart-Nord bereits kurz nach der Tat.

Rund vier Wochen später, am 20. Mai 2026, übernahm das Staatsschutzzentrum bei der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart die Ermittlungen. Laut gemeinsamer Mitteilung von Generalstaatsanwaltschaft und Polizei Stuttgart werde ein politisches, mutmaßlich rechtsextremistisches Tatmotiv vermutet. Mindestens einer der Beschuldigten sei der rechtsextremen Szene zuzuordnen. Unmittelbar vor der Attacke sollen die Männer das Opfer als angebliches Mitglied einer "Antifa" angesprochen haben. Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft erklärte, ob der 44-Jährige tatsächlich der linken Szene zuzuordnen sei, sei weiterhin unklar: "Er wurde von den beiden Beschuldigten jedenfalls als linksdenkend ausgemacht." Das Verfahren läuft wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, so STIMME.de: Lebensgefährliche Stichattacke in Stuttgart und Stuttgarter Nachrichten: Verdacht auf rechtsextreme Tat übereinstimmend.

Das Staatsschutzzentrum Baden-Württemberg ist eine spezialisierte Einheit, die Ermittlungsverfahren mit extremistischem oder terroristischem Hintergrund übernehmen kann. Die Zuständigkeitsübernahme zeigt, dass die Behörden dem politischen Motiv erhebliches Gewicht beimessen.

Fazit

Der Vorfall ist durch mehrere übereinstimmende Medienberichte auf Grundlage einer gemeinsamen Mitteilung von Generalstaatsanwaltschaft und Polizei Stuttgart gut belegt. Die Ermittlungen laufen, die Tatvorwürfe sind nicht rechtskräftig. Dass das Staatsschutzzentrum das Verfahren übernommen hat, zeigt, dass die Behörden ein rechtsextremistisches Motiv ernsthaft prüfen.