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Übermedien

Deutsches Medienkritik-Portal, das Berichterstattung großer Medien analysiert und bewertet

Bildquelle: ©Übermedien
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Über die Quelle

Übermedien ist ein deutsches Onlinemagazin für Medienkritik, das am 16. Januar 2016 von Stefan Niggemeier und Boris Rosenkranz gegründet wurde. Niggemeier ist ein bekannter Medienjournalist, der zuvor den Bildblog (seit 2004) betrieb und als Medienredakteur für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung tätig war. Übermedien finanziert sich ausschließlich über Abonnements und schaltet keine Werbung, was wirtschaftliche Abhängigkeiten von den analysierten Medienunternehmen vermeidet.

Das Portal beschäftigt sich mit der Arbeit von Journalisten und Medien in Deutschland, deckt Fehler auf und kommentiert journalistische Standards. Schwerpunkte sind Boulevardmedien (besonders Bild-Zeitung), Framing und politische Einflussnahme auf Medienberichterstattung. Übermedien veröffentlicht sowohl eigene Analysen als auch Gastbeiträge von Journalisten und Wissenschaftlern.

2017 gewann Übermedien den Bert-Donnepp-Preis für Medienpublizistik. 2025 verkaufte Niggemeier seinen 50-Prozent-Anteil an das unabhängige Medienmagazin DWDL.de; Boris Rosenkranz hält die anderen 50 Prozent. Niggemeier blieb als Autor tätig.

Faktenfackel Bewertung

Übermedien gilt als einer der renommiertesten deutschen Medienkritik-Anbieter. Die Analysen sind methodisch transparent, gut dokumentiert und in der Regel mit Links zu den beanstandeten Originalartikeln versehen. Die werbefreie Finanzierung über Abonnements reduziert wirtschaftliche Interessenkonflikte mit den analysierten Medien.

Das Magazin ist erkennbar linksliberal ausgerichtet und kritisiert besonders häufig Boulevardmedien wie Bild sowie rechtsgerichtete Medien. Diese Perspektive sollte bei der Einordnung berücksichtigt werden, schmälert aber nicht die faktische Qualität der Einzelanalysen, die durchgehend belegt sind.

Fazit

Übermedien ist eine verlässliche Quelle für medienkritische Analysen mit erkennbarem linksliberalem Standpunkt. Einzelne Befunde sind in der Regel methodisch nachvollziehbar und extern überprüfbar.