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Stand: 14.04.2026

Gedenkfeier zur Befreiung des KZ Buchenwald mit Hape Kerkeling

Link Beschreibung

ZDF-heute-Reel zur Gedenkfeier anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald vor 81 Jahren (11. April 1945). Hauptredner Hape Kerkeling berichtete von seinem Großvater Hermann, der dort als politischer Häftling zwölf Jahre lang inhaftiert war. Die Veranstaltung fand bei Weimar statt.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Das Reel zeigt einen Ausschnitt aus der Gedenkrede Hape Kerkelings anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald am 13. April 2026. Die Gedenkfeier fand auf dem ehemaligen Appellplatz der KZ-Gedenkstätte bei Weimar statt.

Im Ausschnitt schildert Kerkeling die Geschichte seines Großvaters Hermann Kerkeling, der unmittelbar nach der Machtergreifung 1933 Flugblätter gegen Hitler verteilte, dafür verhaftet und verurteilt wurde und ab dem 2. Juli 1942 in Buchenwald inhaftiert war; insgesamt verlor er 12 Jahre seines Lebens. Hermann Kerkeling überlebte das Lager.

Kerkeling formuliert in der Rede eine klare Mahnung gegen das Vergessen und gegen antidemokratische Strömungen: "So etwas wie eine Gnade der späten Geburt gibt es nicht. Es gibt nur die Pflicht der späten Erkenntnis." Er warnt, die "bösen Geister von damals" warteten darauf, in verunglimpfter Sprache, Hetze und alltäglicher Gleichgültigkeit wieder geweckt zu werden.

Die historischen Angaben zum KZ-Buchenwald sind korrekt: Das Lager wurde im Juli 1937 errichtet und am 11. April 1945 von US-Truppen befreit. Fast 280.000 Menschen aus mehr als 50 Ländern waren inhaftiert, rund 56.000 überlebten die Deportation nicht. Kerkelings persönliche Familiengeschichte wird durch mehrere Medienberichte (u. a. taz, SRF, Stiftung Gedenkstätten Buchenwald) unabhängig bestätigt.

Die Veranstaltung war nicht unumstritten: Der Auftritt von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) wurde von Teilen des Publikums mit Zwischenrufen und dem Buchenwald-Lied gestört, da zwei Buchenwald-Verbände ihn im Vorfeld aufgefordert hatten, nicht persönlich zu erscheinen. Diese Kontroverse findet im Reel-Ausschnitt keinen Niederschlag; der Fokus liegt auf Kerkelings Rede.

Fazit

Das Reel dokumentiert einen Ausschnitt einer authentischen, historisch fundierten Gedenkrede. Kerkelings persönliche Familiengeschichte und die historischen Fakten zu Buchenwald sind belegt. Das Reel ist ein sachgemäßer Beitrag zur Erinnerungskultur ohne überprüfungsbedürftige Falschbehauptungen.