Gesellschaft für Fortschritt in Freiheit e.V.
Verein, der Klimaforschung als Pseudowissenschaft bezeichnet und Klimawandelleugnern eine Bühne bietet

Über die Quelle
Die Gesellschaft für Fortschritt in Freiheit e. V. (kurz GffF) ist ein in Stuttgart ansässiger Verein, der sich nach eigener Darstellung als "wissenschaftlich-aufklärerisch" versteht (fortschrittinfreiheit.de). Der Verein veröffentlicht Stellungnahmen und veranstaltet Vortragsabende, in denen wiederholt der menschengemachte Klimawandel relativiert oder bestritten wird. Im Bundestag-Umweltausschuss vom 4. März 2026 entsandte die GffF mit dem Meteorologen Dr. Matthias Hornsteiner und dem Kfz-Technikermeister Holger Becker zwei Sachverständige, die für die AfD-Fraktion benannt waren (Bundestag-Anhörung THG-Quote).
Stuttgarter zivilgesellschaftliche Initiativen ordneten den Verein bereits 2019 in einem offenen Brief als Plattform ein, die "die derzeit betriebene Klimaforschung als Pseudowissenschaft" einstuft und Klimawandelleugnern, Rechtspopulisten und Faschisten Bühne biete. Die Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) ordnet vergleichbare Vereine und Plattformen als Teil eines Netzwerks rechter Klimawandelleugnung ein, das eng mit der AfD verzahnt ist.
Links
- Offizielle Website
- Stuttgart gegen Rechts: Offener Brief 2019
- FARN: Klimaleugnung, Was es ist, wer es macht
Faktenfackel Bewertung
Einordnung
Der Verein verbreitet Positionen, die dem wissenschaftlichen Konsens widersprechen (IPCC-Synthesebericht 2023). Begriffe wie "Klimakrise" werden als "ideologisch gefärbt" abgelehnt, etablierte Klimaschutzpolitik als "Symbolpolitik" delegitimiert. Diese Diskursverschiebung ist in der Forschung als typisches Muster rechter Klimaleugner-Netzwerke beschrieben (taz: Debatte Rechte Klimaleugner, Standard: Europaweites Netzwerk der Klimaleugner). Personell und thematisch tritt die GffF regelmäßig als Stichwortgeberin der Die "Alternative für Deutschland"-Bundestagsfraktion in klima- und energiepolitischen Debatten auf.
Fazit
Klimawandel-leugnende Lobby-Plattform mit engen Berührungspunkten zur AfD; Stellungnahmen und Sachverständigengutachten der GffF sind nicht als unabhängige wissenschaftliche Quellen zu behandeln, sondern als politisch positionierte Beiträge.