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Global Project Against Hate and Extremism (GPAHE)

Amerikanische NGO zur Beobachtung globaler rechtsextremer Netzwerke, gegründet 2020 von Heidi Beirich und Wendy Via

Bildquelle: ©Global Project Against Hate and Extremism (GPAHE)
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Über die Quelle

Das Global Project Against Hate and Extremism (GPAHE) ist eine 2020 in den USA gegründete Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Montgomery, Alabama. Die Organisation beobachtet globale rechtsextreme, weiß-nationalistische und identitäre Netzwerke und publiziert Analysen dazu.

GPAHE wurde von Heidi Beirich und Wendy Via aufgebaut, die beide zuvor fast zwei Jahrzehnte beim Southern Poverty Law Center (SPLC) tätig waren. Beirich hat in Politikwissenschaft mit Schwerpunkt europäischer Faschismus promoviert und leitete das Intelligence Project des SPLC. Sie hat vor dem US-Kongress zu Extremismus in der Armee und zu den Proud Boys ausgesagt. GPAHE ist als gemeinnützige 501(c)(3)-Organisation anerkannt und veröffentlicht ihre Finanzdokumente.

Der Schwerpunkt liegt auf transatlantischen Verbindungen: Die Organisation dokumentiert insbesondere, wie US-amerikanische rechtsextreme Akteure und Ideologien nach Europa exportiert werden und umgekehrt.

Faktenfackel Bewertung

GPAHE gilt als anerkannte, klar zivilgesellschaftlich positionierte Beobachtungsorganisation im Bereich Rechtsextremismusforschung. Die Berichte stützen sich in der Regel auf belegbare Primärquellen, Medienberichte und Recherchen. Die Organisation ist nicht neutral im Sinne eines akademischen Instituts, sondern bezieht klar Stellung gegen Rechtsextremismus. In dieser Rolle ist sie mit deutschen Organisationen wie der Amadeu-Antonio-Stiftung oder Belltower.News vergleichbar.

Ihre Einschätzungen und Einordnungen sollten durch unabhängige deutschsprachige Quellen gegengeprüft werden, was im Regelfall möglich ist, da GPAHE-Berichte zu deutschen Akteuren üblicherweise gut dokumentierte Sachverhalte behandeln.

Fazit

GPAHE ist eine glaubwürdige, klar Stellung beziehende Quelle für Recherchen zu globalen rechtsextremen Netzwerken. Faktische Behauptungen aus GPAHE-Berichten zu deutschen Akteuren sind verlässlich, wenn sie durch deutschsprachige Medien und Primärquellen bestätigt werden.