HateAid
Berliner NGO gegen digitale Gewalt: Beratung, Prozesskostenhilfe und Öffentlichkeitsarbeit für Betroffene von Hass im Netz.

Über die Quelle
HateAid ist eine gemeinnützige Berliner Organisation, die sich für die Wahrung von Menschenrechten im Netz einsetzt. Die NGO berät Betroffene digitaler Gewalt, übernimmt in ausgewählten Fällen Prozesskosten und begleitet strategische Klagen gegen Plattformen und Täterinnen und Täter. Neben der Fallarbeit betreibt HateAid politische und mediale Öffentlichkeitsarbeit gegen Hassrede und Desinformation.
HateAid wurde 2018 von Anna-Lena von Hodenberg, Campact e.V. und Fearless Democracy e.V. gegründet und hat ihren Sitz in Berlin. Geschäftsführerinnen sind Anna-Lena von Hodenberg und Josephine Ballon. Nach eigenen Angaben hat die Organisation seit ihrer Gründung mehr als 8.000 Betroffene digitaler Gewalt unterstützt, darunter Lehrerinnen, Journalistinnen, Politikerinnen und Wissenschaftlerinnen. 2024 machten öffentliche, ausschließlich projektgebundene Zuwendungen des Bundesfamilienministeriums und des Bundesjustizministeriums nach eigenen Angaben 22,1 Prozent der Mittel aus. HateAid ist als vom Digital Services Act anerkannter Trusted Flagger tätig und meldet Plattformen strafbare Inhalte zur priorisierten Prüfung, entscheidet aber nicht selbst über deren Löschung. Die Organisation ist Mitglied der Initiative Transparente Zivilgesellschaft und veröffentlicht jährlich Transparenzberichte.
HateAid ist Trägerin mehrerer Auszeichnungen, darunter die Theodor-Heuss-Medaille 2023 und der Günter-Wallraff-Preis für Pressefreiheit und Menschenrechte 2026. Mitgründerin und Geschäftsführerin Anna-Lena von Hodenberg wurde 2025 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. HateAid ist wiederholt Ziel von Desinformationskampagnen geworden und ist bereits rechtlich erfolgreich gegen Falschbehauptungen von Nius, Compact Magazin und der Jungen Freiheit vorgegangen.
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Faktenfackel Bewertung
HateAid ist eine etablierte, seit 2018 aktive NGO mit klar dokumentierter Fallarbeit, Kooperationen mit Ermittlungsbehörden und breiter Medienpräsenz. Die Finanzierung ist über jährliche Transparenzberichte öffentlich einsehbar, öffentliche Mittel sind projektgebunden und fließen laut eigenen Angaben ausschließlich in die Betroffenenberatung. Die Organisation wird regelmäßig von Qualitätsmedien wie der Tagesschau und dem Spiegel als Expertenquelle zu digitaler Gewalt zitiert und ist als Trusted Flagger im Rahmen des Digital Services Act bei der Bundesnetzagentur akkreditiert.
HateAid ist wiederholtes Ziel gezielter Desinformationskampagnen, zuletzt durch die AfD-nahe Plattform "NGO Files" von Sebastian Maack. In diesem Fall konnte HateAid mehrere Falschbehauptungen rechtlich erfolgreich unterbinden, was die Belastbarkeit der eigenen Faktendarstellung stützt.
Fazit
Seriöse, gemeinnützige NGO mit dokumentierter Fallarbeit gegen digitale Gewalt und nachvollziehbarer Finanztransparenz. Als Quelle für die eigene Fallarbeit und Einordnungen zu digitaler Gewalt verlässlich, bei Aussagen über politische Gegner (wie im aktuellen Fall gegen die AfD-Arbeitsgruppe) gilt wie bei jeder Partei die übliche Sorgfaltspflicht, die hier aber durch die erfolgreiche rechtliche Durchsetzung gestützt wird.