Quelle

Hamburger Bündnis gegen Rechts

Das Hamburger Bündnis gegen Rechts (HBgR) ist ein zivilgesellschaftliches Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in Hamburg. Es wurde 2002 gegründet und besteht aus unabhängigen antifaschistischen Zusammenhängen, Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen, die gemeinsam auf Basis der Hamburger Erklärung gegen Rassismus und Faschismus agieren.

Bildquelle: ©Hamburger Bündnis gegen Rechts
Bildquelle: ©Hamburger Bündnis gegen Rechts

Das Hamburger Bündnis gegen Rechts (HBgR) ist ein zivilgesellschaftliches Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in Hamburg. Es wurde 2002 gegründet und besteht aus unabhängigen antifaschistischen Zusammenhängen, Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen, die gemeinsam auf Basis der Hamburger Erklärung gegen Rassismus und Faschismus agieren.

Über die Quelle

Das HBgR ist kein eingetragener Verein, sondern ein loses Bündnis, das kollektiv Entscheidungen trifft. Zu seinen Aktivitäten zählen die Organisation von Gegendemonstrationen zu Neonazi-Aufmärschen, das jährliche Ohlsdorfer Friedensfest (seit 2009) und die gemeinsam mit der VVN-BdA Hamburg betriebene Dokumentationsplattform AfD-Watch Hamburg (seit 2019). Das Spendenkonto wird von der VVN-BdA Hamburg verwaltet, die als Trägerorganisation fungiert.

Zu den beteiligten Gruppen gehören u.a. antifaschistische Hochschulgruppen, DGB-Gewerkschaften, LINKE-Kreisverbände, Grüne-Arbeitsgemeinschaften und Fangruppen des FC St. Pauli. Das Bündnis steht klar links-antifaschistisch, ohne einem bestimmten Parteispektrum zuzuordnen zu sein.

Faktenfackel Bewertung

Das HBgR ist eine zivilgesellschaftliche Advocacy-Organisation mit klar positionierter antifaschistischer Ausrichtung. Seine Pressemitteilungen und Berichte sind einzuordnen als parteiische Quellen im besten Sinne: engagiert, dokumentarisch ausgerichtet, aber ohne den Anspruch auf journalistische Neutralität.

In der Praxis hat das HBgR in mehreren Fällen Vorwürfe gegen AfD-Funktionäre erhoben, die sich vor Gericht als standhaltig erwiesen haben. So wies das Hamburgische Landgericht im Fall Benjamin Mennerich einen Eilantrag gegen eine HBgR-Pressemitteilung ab und erlegte die Kosten dem Antragsteller auf. Das Bündnis agiert erkennbar sorgfältig bei der Formulierung von Vorwürfen und verweist auf belegbare Zeugenaussagen.

Fazit

Glaubwürdige zivilgesellschaftliche Quelle für Berichte über rechtsextreme Aktivitäten in Hamburg. Einordnung als Advocacy-Organisation ist nötig. Tatsachenbehauptungen des HBgR sind auf eigene Belege gestützt und haben in Streitfällen gerichtlicher Überprüfung standgehalten. Kein Ersatz für journalistische Recherche, aber wertvoller Ausgangspunkt.