Bündnis Sahra Wagenknecht
Im Januar 2024 gegründete Partei um die ehemalige Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht.

Über die Quelle
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (Untertitel: Vernunft und Gerechtigkeit, kurz BSW) ist eine im Januar 2024 von Sahra Wagenknecht und neun weiteren ehemaligen Linken-Politikerinnen und Politikern gegründete Partei. Programmatisch verbindet das BSW linke Sozialpolitik (Mindestlohn, Vermögensteuer, Mieterschutz) mit migrationspolitisch restriktiven, EU- und NATO-skeptischen Positionen sowie einer russlandfreundlichen Außenpolitik. Bei der Bundestagswahl 2025 verfehlte das BSW mit 4,981 % knapp die Fünf-Prozent-Hürde und ist seitdem nicht im Bundestag vertreten (Bundeswahlleiterin: Endgültiges Ergebnis Bundestagswahl 2025).
Das BSW erlangte im Februar/März 2026 erneut öffentliche Aufmerksamkeit, weil es vor dem Bundesverfassungsgericht eine Neuauszählung der Bundestagswahl 2025 fordert; die Klage stützt sich auf einzelne Auszählungsfehler, die das BSW als systemisch einstuft. Eine Entscheidung des Gerichts steht aus.
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Faktenfackel Bewertung
Einordnung
Das BSW ist eine relevante politische Quelle, weil es in der parlamentarischen Debatte und in Wahlumfragen eigenständige Positionen markiert, die sich von Linker, SPD und AfD jeweils in Teilen abgrenzen. Für Faktenchecks ist die Partei vor allem in zwei Themenfeldern relevant: Migrations- und Russland-Narrative überschneiden sich teilweise mit AfD-Erzählungen, ohne mit ihnen identisch zu sein; die Wahlprüfungsklage gegen die Bundestagswahl 2025 wird in einigen viralen Falschbehauptungen mit erfundenen AfD-Klagen vermengt.
Fazit
Etablierte demokratische Partei mit eigenständigem Profil; Aussagen werden hier wie bei anderen Parteien einzelfallbezogen geprüft.