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Stand: 27.03.2026

Monitor: Nichtdeutsche in Medienberichten über Gewalt dreifach überrepräsentiert

Link Beschreibung

Der Share-Link der SPD Rheinland-Pfalz führt zu einem Reel des ARD-Politmagazins Monitor über verzerrte Medienberichterstattung bei Gewaltkriminalität.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Das Reel stammt vom ARD-Politmagazin Monitor und gibt eine Expertise von Thomas Hestermann (Professor für Journalismus, Makromedia Hochschule Hamburg) für den Mediendienst Integration wieder. Der SPD-Rheinland-Pfalz-Account hat diesen Beitrag geteilt.

Die im Reel genannten Zahlen basieren auf einer methodisch nachvollziehbaren Studie: Hestermann analysierte in vier Wochen (Januar bis April 2025) bundesweite TV-Sender (ARD, ZDF, RTL, Sat.1, ProSieben, Kabel Eins, Vox, RTL Zwei) sowie auflagenstarke Tageszeitungen. Zentrales Ergebnis: In 94,6 Prozent der TV-Berichte über Gewaltdelikte, in denen die Herkunft genannt wird, handelt es sich um Nichtdeutsche, obwohl ihr Anteil an den Tatverdächtigen laut polizeilicher Kriminalstatistik 2024 bei 34,3 Prozent liegt. Ausländische Tatverdächtige sind im Fernsehen damit etwa dreifach überrepräsentiert. Besonders stark überrepräsentiert sind laut Studie Tatverdächtige aus überwiegend muslimischen Herkunftsländern (Medienanteil ca. 70 Prozent, PKS-Anteil 15,8 Prozent).

Die Zahlen wurden von mehreren Medien unabhängig voneinander aufgegriffen, darunter taz, Katapult Magazin und evangelisch.de. Kritische Einwände gegen die Studie, etwa zur Auswahl des Untersuchungszeitraums oder zur Frage, ob Nachrichtenwert die Nennung der Herkunft erklären könnte, werden in der Fachöffentlichkeit diskutiert, ändern aber nichts am Grundbefund.

Fazit

Die im Monitor-Reel präsentierten Zahlen zur Überrepräsentation ausländischer Tatverdächtiger in der deutschen Medienberichterstattung sind durch eine peer-reviewte Expertise belegt und sachlich korrekt. Der Beitrag ordnet einen realen Verzerrungseffekt in der Berichterstattung ein.