Link Beschreibung
In dem knapp zehnminütigen Video erklärt Kolja Barghoorn das einen Tag zuvor vorgestellte Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte zur Verfassungswidrigkeit der AfD für wertlos. Er bündelt vier Vorwürfe: Das Gutachten sei "mit KI zusammengeschustert" und damit Cherry Picking; der "Vorsitzende" der GFF sei befangen; "die ersten Juristen" hätten es bereits zerlegt; und der Verfassungsschutz sei mit besseren Mitteln schon an der niedrigeren Hürde gescheitert.
Faktenfackel Bewertung
Irreführend. Das Video nimmt drei zutreffende Beobachtungen (die GFF ist eine NGO, sie hat KI eingesetzt, ein Gutachten ist kein Urteil) und zieht daraus jeweils einen falschen Schluss. Die KI hat die rund drei Millionen Datenpunkte nur vorgefiltert, danach wurden etwa 33.000 Belege händisch geprüft. Das Gutachten entlastet die AfD an mehreren Stellen, was Cherry Picking ausschließt. Der als befangen kritisierte Ulf Buermeyer ist seit Frühjahr 2025 nicht mehr im GFF-Vorstand und war am Gutachten nicht beteiligt; das ihm zugeschriebene Zitat ist erfunden. Der zitierte Kritiker Carsten Brennecke ist eine Einzelstimme, die den AfD-nahen Juristen Ulrich Vosgerau gegen CORRECTIV vertreten hat. Und die Prämisse über die "besseren Mittel" des Verfassungsschutzes ist falsch, weil auch das BfV-Gutachten ausschließlich auf öffentlichen Quellen beruht.
Fazit
Die ausführliche Prüfung aller vier Behauptungen steht im Faktencheck Wurde das AfD-Gutachten "mit KI gepfuscht"?.
