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Stand: 28.03.2026

Kongressabgeordnete Grijalva von ICE-Agenten mit Pfefferspray besprüht, Trump-Regierung ändert Geschichte

Link Beschreibung

Cheyenne Hunt (Anwältin) erklärt, warum die Trump-Regierung ihre Version des Pfefferspray-Einsatzes gegen Kongressabgeordnete Adelita Grijalva dreimal innerhalb von 24 Stunden geändert hat, und warum das beweist, dass sie weiß, zu weit gegangen zu sein.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Am 5. Dezember 2025 wurde die frisch vereidigte Kongressabgeordnete Adelita Grijalva (D-Arizona) bei einer ICE-Razzia in Tucson mit Pfefferspray besprüht. Der Vorfall ereignete sich vor dem Taco Giro Restaurant, als Grijalva die Behörden nach der rechtlichen Grundlage für die Razzia befragte, was ihr als Mitglied des House Oversight Committee zusteht.

Cheyenne Hunt fasst die wechselnden Reaktionen des Department of Homeland Security (DHS) zusammen, die sich anhand von Medienberichten gut rekonstruieren lassen:

  1. Erste Reaktion: DHS-Sprecherin Tricia McLaughlin erklärte, Grijalvas Aussagen seien falsch, sie sei nie mit Pfefferspray besprüht worden. McLaughlin sagte wörtlich: "If her claims were true, this would be a medical marvel." ("Wenn ihre Behauptungen stimmten, wäre das ein medizinisches Wunder.") Entsprechende Videos von der Razzia zeigten jedoch das Gegenteil.
  2. Zweite Reaktion: Nachdem Videos auftauchten, die Grijalva direkt im Bereich des Pfefferspray-Einsatzes zeigten, räumte DHS ein, sie sei "in der Nähe" von jemandem gewesen, der besprüht wurde, aber nicht selbst direkt getroffen worden.
  3. Dritte Reaktion: Als weitere Videos direkte Pfefferspray-Salven auf die Menschenmenge zeigten, in der Grijalva stand, wechselte DHS die Strategie: Grijalva habe sich dem "randalierenden Mob" angeschlossen und Strafverfolgungsbeamte behindert, sie habe es also verdient.

Hunts Kernargument ist schlüssig: Wer tatsächlich überzeugt wäre, rechtmäßig gehandelt zu haben, hätte keine drei wechselnden Versionen nötig. Der Washington Post-Bericht und ein CNN-Bericht bestätigen sowohl den Vorfall als auch die wechselnde DHS-Rhetorik. Der Tucson Sentinel berichtete zudem, dass auch ein eigener Reporter bei dem Einsatz mit Pfefferspray getroffen wurde.

Das Reel entstand am 8. März 2026, also etwa drei Monate nach dem eigentlichen Vorfall. Hunt bezieht sich darauf im Kontext eines laufenden politischen Musters der Trump-Administration.

Fazit

Hunts Einschätzung ist gut belegt. Die drei nacheinander geänderten Versionen des DHS sind dokumentiert; Video-Beweise widerlegten die ersten beiden Dementis. Ihr rhetorisches Argument, "Wer lügt, weiß, dass er Unrecht tut", ist eine Schlussfolgerung, kein belegbarer Fakt, aber eine nachvollziehbare Interpretation des Musters. Das Video bietet keine neuen Fakten, ordnet die bekannten jedoch treffend ein.