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Joe Bastardi

US-Meteorologe, Chefmeteorologe bei WeatherBELL Analytics und Policy Advisor des Heartland Institute, bestreitet öffentlich den menschengemachten Klimawandel.

Bildquelle: ©Joe Bastardi
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Über die Quelle

Joe Bastardi ist US-amerikanischer Meteorologe. Er arbeitete von 1978 bis Februar 2011 als Wettervorhersager bei AccuWeather und ist seit März 2011 Chefmeteorologe bei WeatherBELL Analytics, einem Unternehmen, das unter anderem Energiekonzernen und Finanzfirmen Wetteranalysen liefert. Seinen Abschluss in Meteorologie erwarb er 1978 an der Pennsylvania State University (Wikipedia: Joe Bastardi).

Bastardi tritt regelmäßig bei Fox News und anderen US-Sendern auf und ist als Policy Advisor des Heartland Institute gelistet, einer US-Denkfabrik, die den wissenschaftlichen Konsens zum menschengemachten Klimawandel bestreitet (Heartland Institute: Joe Bastardi). Er bestreitet öffentlich, dass Kohlendioxid ein wesentlicher Treiber der globalen Erwärmung ist, und führt die beobachtete Erwärmung stattdessen unter anderem auf Sonnenaktivität und ozeanische Zyklen zurück, dargelegt auch in zwei eigenen Büchern (Wikipedia: Joe Bastardi). Der Physiker Richard Muller nannte Bastardis Erklärung des CO2-Effekts "completely wrong" (Übersetzung: "völlig falsch") und erklärte, selbst physikalisch gebildete Klimawandel-Skeptiker würden ihm darin widersprechen (Wikipedia: Joe Bastardi).

Übersetzungen seiner Texte erscheinen wiederholt bei Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE), häufig über den Umweg der US-Website CFACT, so auch bei dem hier zuerst geprüften Beitrag (CFACT: Temperature is a deceptive metric, 27. August 2026).

Faktenfackel Bewertung

Bastardi ist ausgebildeter Meteorologe mit jahrzehntelanger Praxis in der Wettervorhersage, aber kein Klimaforscher, und seine öffentlichen Positionen zum Klimawandel stehen im Widerspruch zum wissenschaftlichen Konsens. Sein Argumentationsmuster im hier geprüften Beitrag ist typisch: Ein reales, in der Fachliteratur diskutiertes Detail wird zu einer pauschalen Entwarnung vor Extremwetter insgesamt ausgeweitet, obwohl dieselbe Literatur bei genau diesem Mechanismus eher gegenteilige Folgen für Hitze- und Dürreperioden beschreibt. Näheres dazu in unserer Einordnung des verlinkten Beitrags.

Fazit

Als Wettervorhersager verfügt Bastardi über fachliche Kompetenz, seine öffentlichen Klimapositionen widersprechen jedoch dem Forschungsstand. Einzelne Beobachtungen in seinen Texten sind nicht per se falsch, werden aber regelmäßig zu Schlussfolgerungen verallgemeinert, die die zugrunde liegende Forschung nicht trägt.