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Stand: 01.06.2026

Umvolkungsangst und Hooton-Plan: ein rassistischer Verschwörungsmythos wird digital wiederbelebt

Wahr

Link Beschreibung

Der Religions- und Politikwissenschaftler Michael Blume analysiert in seinem SciLogs-Blog (Spektrum der Wissenschaft), wie der "Hooton-Plan" in rechtsextremen Online-Räumen wiederbelebt wird. Er ordnet Earnest Hooton (1887-1954) als Anthropologen ein, der sich vor allem in den 1930er-Jahren mit eugenischen, sozialdarwinistischen und rassistischen Thesen hervortat. 1943 forderte Hooton in einem Boulevardmagazin eine "Senkung der Geburtenrate reiner Deutscher". Blume betont ausdrücklich: Dieser sogenannte "Hooton-Plan" wurde nie Teil der offiziellen US-Politik.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Blume belegt zwei für den Faktencheck zentrale Punkte: Erstens blieb Hootons Vorschlag eine folgenlose Einzelmeinung. Zweitens verknüpfen Verschwörungsgläubige heute UN-Migrationsdokumente mit diesem Plan und behaupten, aktuelle Regierungen setzten ihn um. Er weist außerdem die antisemitische Variante zurück, Hooton selbst sei Jude gewesen. Damit liefert der Artikel eine fachlich fundierte, quellenbasierte Widerlegung, die sich mit der Einordnung von Belltower.News deckt.

Fazit

Verlässliche wissenschaftshistorische Einordnung. Der "Hooton-Plan" als laufender Geheimplan ist widerlegt; die heutige Erzählung ist eine rassistische, teils antisemitische Variante des "Großen Austauschs".

Verwendungen

Faktenchecks