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Stand: 28.03.2026

AfD Aussteiger über Angst, Lügen und Verachtung

Link Beschreibung

Ein Compilation-Reel, in dem Aussagen ehemaliger AfD-Mitglieder zusammengeschnitten werden. Die Ausschnitte stammen im Wesentlichen aus Stern-TV-Beiträgen, aber auch aus der WDR Aktuellen Stunde und anderen Quellen.

Zu Wort kommen die ehemaligen AfD-Mitglieder:

  • Christian F. Hirsch
  • Alexander Leschick
  • Freia Lippold-Eggen
  • Franziska Schreiber
  • André Yorulmaz
  • Nicolai Boudaghi

In den Aussagen geht es um absichtlich gestreute Lügen, grundgesetzverachtende Haltungen und Angst vor ehemaligen Parteikollegen und deren Anhängern. Gezeigt werden unter anderem Screenshots aus internen WhatsApp-Gruppen mit offen rassistischen und gewaltverherrlichenden Inhalten ("Deutschlands schnellstes Asylverfahren", Aufrufe zur Hinrichtung von "Volksverrätern", antisemitische Sprache). Ein ehemaliges Mitglied berichtet, wie es auf einem Jugendkongress der Partei erlebte, dass ein Antrag zum Pflichtabsingen der ersten Strophe der Nationalhymne gestellt wurde. Mehrere Aussteiger berichten von Morddrohungen, nachdem sie die Partei öffentlich kritisiert hatten.

Zitat aus dem Reel:

"Merkel hätte die Grenzen geöffnet. Das haben wir ganz bewusst erst mal gesetzt. Das ist ja nie passiert. Das haben wir uns ausgedacht."

"Ich hätte keinen Wahlkampf mehr machen können, weil ich hätte den Leuten etwas vorlügen müssen."

"Heute sehe ich Björn Höcke als ziemlich gefährlichen Mann."

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Das Reel zeigt keine eigenen Behauptungen von Mutmacher, sondern gibt sechs ehemaligen AfD-Mitgliedern eine Plattform. Die Aussagen der Aussteiger sind gut dokumentiert und entstammen größtenteils redaktionell geprüften TV-Beiträgen (Stern-TV, WDR). Besonders gewichtig ist das direkte Eingeständnis einer ehemaligen Mitarbeiterin, dass die Behauptung "Merkel hat die Grenzen geöffnet" bewusst als Falscherzählung in die Öffentlichkeit gesetzt wurde, um Stimmung zu machen.

Die im Reel gezeigten internen Chatverläufe mit offen rassistischen und antisemitischen Inhalten decken sich mit dem, was der Verfassungsschutz in seinem Gutachten zur AfD als Grundlage für die Einstufung als "gesichert rechtsextremistisch" dokumentiert hat. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stufte die AfD auf Bundesebene als gesichert rechtsextremistisch ein; das OVG NRW bestätigte bereits 2024 die Rechtmäßigkeit der Verdachtsfallklassifizierung (Pressemitteilung BfV, Januar 2024).

Die Berichte über Todesdrohungen gegen Aussteiger sind mehrfach belegt und wurden unter anderem in Polizeiberichten und Strafanzeigen dokumentiert.

Fazit

Ein wertvolles Zeitdokument: Ehemalige AfD-Mitglieder beschreiben aus erster Hand, wie die Partei gezielt lügt, interne Gewalt toleriert und Aussteiger einschüchtert. Die Aussagen sind durch journalistisch geprüfte Quellen gedeckt und ergänzen sich mit dem, was der Verfassungsschutz in seinem 1.000-seitigen Gutachten zur AfD festgestellt hat.