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Stand: 28.03.2026

AfD kritisiert Grüne-Jugend-Chefin wegen Bikini-Foto, und nutzt selbst Bikini-Fotos in der Parteiwerbung

Link Beschreibung

Der Mutmacher zeigt, wie die AfD mit zweierlei Maß misst: Reimond Hoffmann (AfD) teilte auf Twitter ein Foto von Jette Mietzner, der Vorsitzenden der Grünen Jugend, im Tanga-Bikini, versehen mit einer bedeckten Version und dem Kommentar, das sei nicht, wie sich deutsche Frauen zu geben hätten. Zynischerweise trägt die Dose in Hoffmanns gephotoshopptem Bild ein AfD-Logo.

Die Junge Alternative hatte ihrerseits bereits Wahlwerbung mit fünf Frauen im Tanga-Bikini geschaltet (Slogan: "Gleichberechtigung statt Gleichmacherei") und nach Kritik der Bildzeitung mit einem sogenannten "Seite-1-Girl" nachgelegt.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Das Video zeigt einen handfesten Fall von Doppelmoral: Die AfD kritisiert eine Politikerin der Grünen dafür, im Bikini fotografiert worden zu sein, während die eigene Jugendorganisation JA Frauen im Tanga-Bikini als Wahlkampfmittel einsetzte. Der Tweet von Reimond Hoffmann suggeriert, Frauen hätten sich bedeckt zu halten, eine Haltung, die innerhalb seiner eigenen Partei offensichtlich nicht gilt, wenn sie der eigenen Werbung dient.

Der Mutmacher verzichtet auf Kommentare und lässt den Widerspruch für sich sprechen. Die Faktenlage ist klar belegbar: Die JA-Kampagne mit Bikini-Motiven ist dokumentiert, der Tweet von Hoffmann war öffentlich zugänglich.

Fazit

Die Kritik der AfD an Jette Mietzners Bikini-Foto ist angesichts der eigenen Parteiwerbung mit Bikini-Motiven nicht haltbar. Das ist belegte Doppelmoral, keine Meinung.