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Peter Stallinga

Physiker an der Universität der Algarve, spezialisiert auf elektronische Materialien, veröffentlicht seit Jahren klimaskeptische Arbeiten außerhalb seines Fachgebiets.

Bildquelle: ©Peter Stallinga
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Über die Quelle

Peter Stallinga ist Physiker und Associate Professor an der Fakultät für Wissenschaft und Technologie der Universität der Algarve in Faro, Portugal. Er promovierte 1994 an der Universität Amsterdam mit einer Arbeit über paramagnetische Zentren in Halbleitern, forschte danach als Postdoc an der University of California, Berkeley, und an der Universität Aarhus, und erhielt 2012 die "Agregação" (venia legendi) der Universität Porto, mit der er seither als Professor Associado com Agregação am Lehrstuhl für Elektrotechnik und Informatik der Universität der Algarve tätig ist (ClimateCite: Peter Stallinga CV). Sein Fachgebiet ist die elektrische Charakterisierung organischer Halbleiter, unter anderem als Autor eines Fachbuchs dazu (Wiley: Electrical Characterization of Organic Electronic Materials and Devices). Eine klimawissenschaftliche Ausbildung oder Forschungstätigkeit außerhalb seiner eigenen, oft in Nicht-Fachjournalen veröffentlichten Arbeiten ist nicht belegt.

Neben seiner Fachforschung veröffentlicht Stallinga seit Jahren Arbeiten, die den menschengemachten Klimawandel infrage stellen, etwa das 2010 erschienene Buch "De Mythe van Klimaatsveranderingen" (deutsch: "Der Mythos der Klimaveränderungen") sowie einen offenen Brief zum COP21-Klimagipfel in Paris 2015 (stallinga.org: Open Letter on Climate Summit COP21). Auf seiner eigenen Website betreibt er zudem ein "Climate Dossier", in dem er den menschengemachten Klimawandel unter Berufung auf Karl Poppers Falsifikationsprinzip als "nicht falsifizierbar" bezeichnet und stattdessen das Henry-Gesetz (Löslichkeit von Gasen in Wasser) als alternative Erklärung für den CO2-Temperatur-Zusammenhang anführt, gestützt auf zwei eigene, ebenfalls bei SCIRP erschienene Arbeiten von 2018 (stallinga.org: The Climate Dossier). Die 2025 erschienene Arbeit zum CO2-Treibhauseffekt setzt damit ein seit Jahren laufendes, selbst finanziertes Projekt fort statt eines einzelnen, isolierten Forschungsbeitrags. Er ist laut dem klimaskeptischen Portal ClimateCite mit dessen Netzwerk verbunden, das erklärtes Ziel ist, die menschengemachte Erderwärmung als "betrügerische Wissenschaft" darzustellen und jede Form von CO2-Regulierung, -Steuern und -Handel weltweit abzuschaffen (ClimateCite: Peter Stallinga CV).

Auch außerhalb der Klimafrage vertritt Stallinga vom jeweiligen Fachkonsens abweichende Thesen in Feldern außerhalb seiner Physik-Expertise: 2016 veröffentlichte er das Buch "Money: In Gold We Trust" (Plädoyer für eine Rückkehr zum Goldstandard), 2024 folgte "Physics and Philosophy of Economy". Beide erschienen, wie auch seine übrigen Bücher, im Eigenverlag über die Self-Publishing-Plattform Lulu.com statt bei einem Fachverlag (stallinga.org: Books).

Faktenfackel Bewertung

Stallinga ist promovierter Physiker, seine Fachexpertise liegt jedoch in der Halbleiter- und Materialphysik, nicht in der Klimawissenschaft. Seine klimaskeptischen Arbeiten erscheinen regelmäßig in Zeitschriften mit laxer Begutachtung statt in etablierten klimawissenschaftlichen Fachjournalen und werden von einschlägigen Klimaleugner-Netzwerken wie ClimateCite und NoTricksZone aufgegriffen und weiterverbreitet. Sein Muster reicht über die Klimafrage hinaus: Auch in der Ökonomie vertritt er, ebenfalls außerhalb seines Fachgebiets, unkonventionelle Thesen wie einen Goldstandard, veröffentlicht im Eigenverlag statt über ein Peer-Review-Verfahren.

Fazit

Stallingas akademischer Titel verleiht seinen klimaskeptischen Thesen den Anschein wissenschaftlicher Autorität, obwohl sie außerhalb seines Fachgebiets liegen und in der klimawissenschaftlichen Fachwelt kaum rezipiert werden.