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Robert Reich

US-Ökonom, ehemaliger Arbeitsminister, Professor in Berkeley, Autor und politischer Kommentator

Bildquelle: ©Larry D. Moore, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Bildquelle: ©Larry D. Moore, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Über die Quelle

Robert Bernard Reich (geboren am 24. Juni 1946 in Scranton, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Ökonom, Autor und politischer Kommentator. Er studierte am Dartmouth College, war Rhodes-Stipendiat in Oxford und absolvierte sein Jurastudium an der Yale Law School.

Reich war unter Präsident Bill Clinton von 1993 bis 1997 der 22. US-Arbeitsminister. Unter seiner Leitung wurde der Family and Medical Leave Act umgesetzt und das Ministerium gewann über 30 Auszeichnungen für Innovation. Das Magazin Time wählte ihn 2008 zu einem der zehn erfolgreichsten Kabinettsmitglieder des Jahrhunderts.

Nach seiner Regierungszeit lehrte Reich an der Brandeis University und ab 2006 als Chancellor's Professor of Public Policy an der Goldman School of Public Policy der UC Berkeley, wo er bis zu seiner Emeritierung 2023 tätig war. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher, darunter "The Work of Nations" (1991), "Supercapitalism" (2007) und "Saving Capitalism" (2015).

2015 gründete Reich zusammen mit dem Filmemacher Jacob Kornbluth die gemeinnützige Organisation Inequality Media, die kurze Erklärvideos zu wirtschaftlicher Ungleichheit produziert. Die Videos wurden insgesamt über eine Milliarde Mal angesehen. Seit 2021 betreibt Reich einen Substack-Newsletter mit über einer Million Abonnenten.

Faktenfackel Bewertung

Reich ist ein anerkannter Wirtschaftswissenschaftler mit umfangreicher Regierungserfahrung und akademischer Karriere. Er vertritt eine klar progressiv-linke Position und ist ein entschiedener Kritiker von Einkommensungleichheit, Konzernmacht und Steuersenkungen für Wohlhabende.

Media Bias/Fact Check stuft Reichs Substack als "Left Biased" ein, bewertet die faktische Berichterstattung aber als "High". Es gibt keine dokumentierten schwerwiegenden Falschbehauptungen durch renommierte Faktenchecker. Kritik kommt vor allem von libertären und konservativen Denkfabriken wie dem Mises Institute und dem Hoover Institution, die seine wirtschaftspolitischen Positionen grundsätzlich ablehnen. Sein früheres Memoir als Arbeitsminister wurde wegen nachweislich erfundener Dialoge kritisiert, die in späteren Auflagen korrigiert wurden.

Fazit

Renommierter Ökonom mit hoher Fachkompetenz und klar progressiver Perspektive. Seine Analysen stützen sich auf seriöse Daten und Quellen, wobei die politische Einordnung stets mitbedacht werden sollte.