Link Beschreibung
Stand-up-Ausschnitt: "Trans people have been around for a very long time, people just haven't been paying attention!" (Übersetzung: "Trans-Menschen gibt es schon seit sehr langer Zeit, die Leute haben nur nicht aufgepasst!") Text-Overlay: "ACT LIKE TRANS"
Faktenfackel Bewertung
Einordnung
Die Kernaussage des Clips – dass trans und geschlechtsnonkonforme Menschen keine moderne Erscheinung sind – ist historisch gut belegt. Der Wikipedia-Artikel zur Geschichte von Trans-Personen dokumentiert Beispiele aus zahlreichen antiken und vorindustriellen Kulturen: die Gala-Priester im alten Sumer, die Hijras auf dem indischen Subkontinent (in der Mahabharata erwähnt, entstanden vor ca. 2.000–3.000 Jahren), Two-Spirit-Personen in indigenen nordamerikanischen Kulturen sowie Kaiser Elagabalus (218–222 n. Chr.), der weibliche Kleidung trug und um eine Geschlechtsanpassung bat.
Der National Geographic berichtet über aktive Forschung zur Dokumentation trans Leben in der Geschichte. Auch eine Studie aus dem Haaretz-Magazin legt nahe, dass eine antike Zivilisation im heutigen Iran vor 3.000 Jahren trans Personen anerkannte.
Hofstetter formuliert die Aussage im Kontext eines Stand-up-Auftritts – als politischer Kommentar gegen die Behauptung, Trans-Identitäten seien eine neuartige Modeerscheinung. Der satirische Charakter des Clips ändert nichts daran, dass die zugrundeliegende Faktenaussage durch historische Quellen gestützt wird.
Fazit
Die Behauptung, dass trans und geschlechtsnonkonforme Identitäten historisch weit zurückreichen und in vielen Kulturen dokumentiert sind, ist durch historische Quellen gut belegt. Hofstetter vereinfacht zwar – das akademische Bild ist komplex – trifft aber im Kern zu.
