Zur Quelle "Alexander Dobrindt" springen
Stand: 20.04.2026

Dobrindt: 42,9 Prozent der Straftaten durch nichtdeutsche Tatverdächtige

Dobrindt: 42,9 Prozent der Straftaten durch nichtdeutsche Tatverdächtige

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt bei der Vorstellung der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2025 auf der Bundespressekonferenz am 20. April 2026.

42,9% der Straftaten werden durch nichtdeutsche Tatverdächtige verübt. Dazu gibt es auch eine tatverdächtigen Belastungszahl, die das deutlich macht. Die tatverdächtigen Belastungszahl ist eine Zahl, die Tatverdächtige auf 100.000 Einwohner bezieht. Es gibt eine erhebliche Überrepräsentanz von ausländischen Tatverdächtigen.

Der Wert von 42,9 Prozent stimmt als Rohdatum aus der PKS. Das Framing als "erhebliche Überrepräsentanz" ohne Kontextualisierung ist jedoch irreführend: Die TVBZ (Tatverdächtigenbelastungszahl) ist methodisch nicht eins zu eins mit der deutschen Bevölkerung vergleichbar, weil Nichtdeutsche im Schnitt deutlich jünger und überwiegend männlich sind - Faktoren, die unabhängig von Nationalität stark kriminalitätserhöhend wirken. Außerdem werden ausländerrechtliche Verstöße (z.B. unerlaubte Einreise) ausschließlich von Nichtdeutschen begangen und verzerren die Gesamtzahl erheblich. Zieht man diese Kontrolldelikte ab, schrumpft die scheinbare "Überrepräsentanz" deutlich.

Kurz: Nein, das, was Dobrint wieder, wider besseres Wissen, aussagt in einer Pressekonferenz, ist wie in den Jahren davor schon widerlegt.