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Dr. Alice Mann kommentiert in diesem Facebook-Reel: Die Benzinpreise seien allein in dieser Woche um 50 Cent pro Gallone gestiegen.
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Die Behauptung ist falsch. Die verfügbaren Daten von AAA und der US Energy Information Administration (EIA) zeigen klar, dass die nationalen Benzinpreise in der Woche um den 10. Januar 2026 nicht um 50 Cent pro Gallone gestiegen sind.
Tatsächliche Preisentwicklung Januar 2026
Laut AAA-Wochenberichten lagen die nationalen Durchschnittspreise für reguläres Benzin in den USA im Januar 2026 wie folgt:
- 8. Januar 2026: 2,81 USD/Gallone (niedrigster Wert seit März 2021)
- 15. Januar 2026: 2,84 USD/Gallone (Anstieg von "ein paar Cent" gegenüber Vorwoche)
- 22. Januar 2026: 2,85 USD/Gallone
- 29. Januar 2026: 2,87 USD/Gallone
Der gesamte Preisanstieg im Laufe des gesamten Januar 2026 betrug also etwa 6 Cent pro Gallone, nicht 50 Cent. Ein wöchentlicher Anstieg von 50 Cent würde fast 18 % des damaligen Preises entsprechen und wäre ein historisch beispielloser Sprung innerhalb einer Woche gewesen.
Zum Vergleich: Der bisher größte wöchentliche Anstieg laut AAA im untersuchten Zeitraum waren knapp 27 Cent im März 2026, ausgelöst durch den US-Iran-Konflikt. Selbst dieser außergewöhnliche Anstieg lag weit unter der behaupteten 50-Cent-Marke.
Einordnung
Es ist unklar, woher Alice Mann die Zahl "50 Cent" hat. Unterstellt man guten Willen, kann sich überlegen:
- Verwechslung mit einem anderen Zeitraum oder einer anderen Region
- Bezug auf Futures oder Rohölpreise statt Verbraucherpreise
- Übertreibung zur politischen Rhetorik
Der AAA-Bericht vom 8. Januar 2026 stellte ausdrücklich fest, dass die Benzinpreise zu Jahresbeginn auf dem niedrigsten Stand seit 2021 waren und sich die typisch niedrige Nachfrage im Januar in den Preisen widerspiegelte.
