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Erik Marquardt

Mitglied des Europäischen Parlaments (Bündnis 90/Die Grünen)

Bildquelle: ©Erik Marquardt
Bildquelle: ©Erik Marquardt

Über die Quelle

Erik Marquardt wurde am 20. Oktober 1987 in Neubrandenburg geboren und wuchs in Wilhelmshagen (Berlin-Treptow-Köpenick) auf. Von 2008 bis 2013 studierte er Chemie an der TU Berlin, ab 2011 zusätzlich Politik, Verwaltung und Soziologie an der Fernuniversität Hagen (Wikipedia).

Vor seiner parlamentarischen Laufbahn arbeitete Marquardt als Fotojournalist. Seit 2015 dokumentiert er die Situation Geflüchteter entlang europäischer Fluchtrouten und war an Seenotrettungseinsätzen im Mittelmeer beteiligt. 2020 gründete er die Initiative "Leave no one behind", 2021 organisierte er die sogenannte "Kabul Luftbrücke" zur Evakuierung afghanischer Ortskräfte und Zivilisten nach der Machtübernahme der Taliban. Im selben Jahr veröffentlichte er das Buch "Europa schafft sich ab" (Wikipedia).

Parteipolitisch war Marquardt 2014 und 2015 Bundessprecher der Grünen Jugend, seit 2015 gehört er dem Parteirat von Bündnis 90/Die Grünen an. 2017 kandidierte er erfolglos für den Bundestag. Seit 2019 ist er Mitglied des Europäischen Parlaments für die Grünen/Europäische Freie Allianz und dort Mitglied im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE) sowie stellvertretendes Mitglied im Entwicklungsausschuss (DEVE), im Haushaltskontrollausschuss (CONT) und im Ausschuss für Kultur und Bildung (CULT). Zudem sitzt er in der Delegation im Gemischten Parlamentarischen Ausschuss EU-Türkei und ist Stellvertreter in der China-Delegation. Nach eigenen Angaben ist er Delegationsleiter der deutschen Grünen im Europaparlament (Europäisches Parlament, erik-marquardt.eu).

Seine politischen Schwerpunkte liegen bei Migrations- und Asylpolitik, Bürgerrechten sowie Menschenrechten an den EU-Außengrenzen. Auf seiner persönlichen Website führt er dazu regelmäßig Beiträge zur Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS), zu Abschiebepraktiken und zur Lage Geflüchteter. Er positioniert sich außerdem wiederholt zu Digital- und Überwachungspolitik, etwa zur EU-Chatkontrolle (erik-marquardt.eu).

Faktenfackel Bewertung

Erik Marquardt ist als gewähltes Mitglied des Europäischen Parlaments eine primäre politische Quelle für Faktenfackel: Seine Aussagen sind Positionsäußerungen eines Abgeordneten der Grünen-Fraktion und keine neutrale Berichterstattung. Sein Werdegang als Fotojournalist und Seenotrettungs-Aktivist prägt seinen inhaltlichen Schwerpunkt Migration und Asyl deutlich, in diesem Themenfeld vertritt er erkennbar eine dezidierte, humanitär-liberale Position innerhalb des Grünen-Spektrums.

Bei der Abstimmung über die freiwillige EU-Chatkontrolle am 9. Juli 2026 bezeichnete er das Ergebnis als "schwarzen Tag für Bürgerrechte und den Kinderschutz im Netz" (netzpolitik.org, 9. Juli 2026). Die diesem Vorgang zugrunde liegenden Fakten zum Abstimmungsverfahren und zur Mehrheitsregel im EU-Parlament sind durch die Faktenfackel-Recherche gedeckt; die Formulierung selbst ist eine wertende politische Einschätzung, keine überprüfbare Tatsachenbehauptung.

Für Faktenfackel gilt Marquardt als verlässliche Quelle für parlamentarische Abläufe und Abstimmungsergebnisse, an denen er selbst beteiligt war, seine wertenden Einordnungen sind aber klar als Position eines Grünen-Abgeordneten zu kennzeichnen und nicht mit einer neutralen Einschätzung zu verwechseln.

Fazit

Erik Marquardt ist ein EU-Abgeordneter der Grünen mit Schwerpunkt Migration, Asyl und Bürgerrechte, dessen politischer Werdegang aus dem Fotojournalismus und der Seenotrettung stammt. Seine Aussagen sind als Positionen eines Fraktionsmitglieds einzuordnen, nicht als neutrale Analyse.