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Stand: 27.03.2026

Felix Doering Penis Statt Pass Trans Frauengewalt

Wahr

Link Beschreibung

Felix Döring (SPD) greift das rechte Anti-Trans-Narrativ "Penis statt Pass" auf und stellt dem reale Zahlen zu Gewalt gegen Frauen gegenüber: 53.451 Sexualstraftaten, 187.128 Fälle häuslicher Gewalt. Er beschreibt konkrete SPD-Maßnahmen: Frauenhaus-Sanierungen (150 Mio. €), die Tarn-App für Betroffene und ein Forschungsprogramm zur Frauengesundheit.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Die von Döring genannten Zahlen lassen sich durch offizielle Quellen belegen. Laut BKA-Bundeslagebild Häusliche Gewalt 2024 wurden 2024 insgesamt 265.942 Opfer häuslicher Gewalt erfasst, davon rund 70,4 % Frauen, das ergibt ca. 187.000 weibliche Opfer, die Döring nennt. Die 53.451 weiblichen Opfer von Sexualdelikten werden vom BKA explizit ausgewiesen, das BKA spricht von einem "neuen Höchststand". Die SPD-Maßnahmen, die Döring beschreibt, sind ebenfalls real: Die 150 Mio. € für Frauenhaus-Sanierungen wurden im Haushaltsausschuss beschlossen, die Tarn-App ("Gewaltfrei in die Zukunft") ist real und wird laut SPD-Bundestagsfraktion mit 11 Mio. € für 2027–2030 gefördert. Das Gewalthilfegesetz, das ab 2027 in Kraft tritt, umfasst 2,6 Mrd. € für den Ausbau des Hilfesystems.

Daten zu Gewalt durch Transpersonen

Für Deutschland existieren keine belastbaren Statistiken zur Kriminalität von trans Personen. Die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) erfasst Täter:innen nicht nach Geschlechtsidentität, sondern nur nach binärem Geschlecht (männlich/weiblich). Aussagen über einen Zusammenhang zwischen Transidentität und Gewaltkriminalität sind daher empirisch nicht möglich.

Gleichzeitig zeigen internationale Studien, dass trans Personen selbst überdurchschnittlich häufig Opfer von Gewalt werden. Für das verbreitete Narrativ, trans Frauen stellten ein besonderes Risiko für Gewalt gegen Frauen dar, gibt es keine belastbare statistische Evidenz.

Fazit

Dörings Zahlenangaben sind korrekt und durch BKA-Daten belegt. Die beschriebenen SPD-Maßnahmen entsprechen den tatsächlich beschlossenen Programmen. Das Video argumentiert sachlich gegen das Ablenkungsmanöver des Anti-Trans-Narrativs und stützt sich dabei auf überprüfbare Fakten.