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Stand: 27.03.2026

Gysi: AfD ist schlecht für dich – Reichenvertreter- und Kriegspartei

Komplex

Link Beschreibung

Gregor Gysi bezeichnet die AfD als "Reichenvertreter- und Kriegspartei" und argumentiert, dass niemand sie brauche. Clip geteilt vom Facebook-Kanal "Gysi Daily".

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Gysis Bezeichnung "Reichenvertreter-Partei" hat eine nachweisbare Grundlage in den Steuerkonzepten der AfD. Eine DIW-Analyse der Steuerreformvorschläge zur Bundestagswahl 2025 zeigt: Das reichste Prozent würde um durchschnittlich 41.000 Euro jährlich entlastet, die untere Hälfte der Bevölkerung erhält dagegen nur einen kleinen Teil der Gesamtentlastungen. Laut Campact/DIW-Auswertung flössen rund 86 der 116 Milliarden Euro Steuerausfälle zu den reichsten zehn Prozent. Der Vorwurf "Kriegspartei" ist weniger klar einzuordnen: Die AfD lehnt Waffenlieferungen an die Ukraine ab, fordert Verhandlungen mit Russland und die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen, sie versteht sich selbst als Friedenspartei. Allerdings befürwortet sie zugleich eine massive Erhöhung des Bundeswehretats weit über zwei Prozent des BIP hinaus, wie die Friedenskooperative dokumentiert. "Kriegspartei" ist Gysis politische Einordnung, kein Faktum, die AfD versteht ihre Position als das genaue Gegenteil.

Fazit

Gysis Vorwurf der "Reichenvertreter-Partei" ist durch DIW-Analysen zu den AfD-Steuerkonzepten gut belegt. Die Bezeichnung "Kriegspartei" ist eine politische Wertung mit eingeschränkter Faktenbasis: Die AfD lehnt Waffenlieferungen an die Ukraine ab, fordert aber deutlich höhere Rüstungsausgaben, beide Seiten dieser Haltung sind empirisch belegbar.