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Stand: 28.03.2026

Die Doppelmoral der AfD, Alice Weidel forderte selbst mehr Maßnahmen

Wahr

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Heiner Garg (FDP) zeigt in diesem Reel einen handfesten Widerspruch in Alice Weidels Coronapolitik. Weidel behauptet aktuell, die Corona-Maßnahmen seien ein "Testlauf" gewesen, um zu erproben, "wie weit man mit repressiven Maßnahmen gehen kann, um die Bürgerrechte einzuschränken."

Garg hält ihr entgegen, dass sie beim Ausbruch der Pandemie selbst das Gegenteil gefordert hatte: Am 12. März 2020 veröffentlichte Weidel als Fraktionsvorsitzende eine Pressemitteilung mit dem Titel "COVID19, Nichtstun der Bundesregierung gefährdet Leib und Leben der Menschen". Darin forderte sie die Bundes- und Landesregierungen auf, "dem Beispiel vieler europäischer Länder zu folgen und endlich die entsprechenden Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung einzuleiten", statt nur Handlungsempfehlungen auszusprechen. Wörtlich nannte sie das Handeln der Politik "fahrlässig".

Die Pressemitteilung ist auf der offiziellen AfD-Website archiviert und belegt Weidels damalige Haltung eindeutig. Der von Garg aufgezeigte Widerspruch ist faktisch korrekt: Weidel forderte 2020 mehr Maßnahmen und bezeichnet dieselben Maßnahmen heute als gezieltes Kontrollexperiment an der Bevölkerung.

Gargs Schlussfolgerung, dies zeigt, dass es der AfD "schlicht darum geht, diese Gesellschaft weiter zu spalten" und nicht um politische Lösungen, ist eine politische Bewertung, aber der zugrundeliegende Widerspruch zwischen Weidels damaliger Forderung und ihrer heutigen Darstellung ist belegbar.