Link Beschreibung
Der WDR berichtet am 3. November 2026, dem AfD-Bundestagsabgeordneten Marcel Queckemeyer sei am 18. Oktober 2026 am Flughafen Münster/Osnabrück die Beförderung auf einem Ryanair-Flug nach Palma de Mallorca verweigert worden. Er soll am Gate gepöbelt und einen Mitarbeiter beleidigt haben. Das schreibt laut WDR die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ).
Faktenfackel Bewertung
Einordnung
Belegt ist, dass die Airline dem Abgeordneten die Mitreise verweigert hat. Die Pressestelle von Ryanair bestätigte dem WDR, ihm sei "aufgrund seines störenden Verhaltens vom Gate-Mitarbeiter am Flughafen Münster zu Recht die Beförderung auf diesem Flug von Münster nach Palma de Mallorca verweigert" worden. Dieselbe Auskunft, samt Hinweis auf eine "strikte Null-Toleranz-Politik" gegenüber Fehlverhalten, gab Ryanair auf Anfrage auch dem Mallorca Magazin. WDR: Ryanair schließt AfD-Abgeordneten vom Flug aus
Der Vorwurf der Beleidigung stammt dagegen aus dem NOZ-Bericht, nicht von Ryanair. Die Airline spricht nur von "störendem Verhalten". Laut Mallorca Magazin soll Queckemeyer nach NOZ-Angaben einen "ausländischen Mitarbeiter der Crew" beleidigt haben. Auch die Herkunftsangabe beruht also allein auf der NOZ. Was der Politiker gesagt haben soll, ist laut WDR bislang unklar. Die NOZ spricht im Vorspann von einem Streit um das Gepäck anderer Reisender, der am Flughafen eskaliert sei; der vollständige Artikel ist nicht frei lesbar.
Die Berichte weichen in einem Detail voneinander ab: Die NOZ nennt in ihrer Überschrift den Ryanair-Kapitän als den, der Queckemeyer ausgeschlossen habe. Ryanair selbst spricht gegenüber WDR und Mallorca Magazin vom Gate-Mitarbeiter. Welche Darstellung zutrifft, lässt sich anhand der öffentlich zugänglichen Angaben nicht klären.
Die Kreispolizeibehörde Steinfurt, zuständig für den Flughafen, teilte dem Mallorca Magazin mit, der Fall sei bekannt und werde geprüft, die Ermittlungen dauerten an. Ob es einen Polizeieinsatz am Gate oder eine Anzeige gab, beantwortete die Behörde nicht. Eine Stellungnahme von Queckemeyer oder der AfD-Bundestagsfraktion ist bis zum 4. November 2026 nicht bekannt; eine WDR-Anfrage an ihn lief zuletzt noch. Für ihn gilt bis zu einer rechtlichen Klärung die Unschuldsvermutung.
Fazit
Dass Ryanair Queckemeyer die Beförderung verweigert hat, ist von der Airline bestätigt. Ob er jemanden beleidigt hat und was er gesagt haben soll, ist dagegen bislang nur ein Vorwurf aus einem Zeitungsbericht und nicht belegt. Eine Bewertung des Wortlauts ist ohne Kenntnis der Äußerung nicht möglich.
