Quelle

Matthias Helferich

AfD-Bundestagsabgeordneter, bezeichnete sich selbst als "freundliches Gesicht des NS"

Bildquelle: ©Matthias Helferich
Bildquelle: ©Matthias Helferich

Über die Quelle

Matthias Helferich ist AfD-Bundestagsabgeordneter aus Nordrhein-Westfalen. Vor der Bundestagswahl 2021 wurden Chatnachrichten aus dem Jahr 2017 öffentlich, in denen er sich selbst als "freundliches Gesicht des NS" bezeichnet hatte (taz: AfD mit Helferich und Krah: Das "freundliche Gesicht des NS"). Helferich nannte die Äußerung später einen Scherz. Er saß von 2021 an zunächst fraktionslos im Bundestag, nachdem parteiinterne Kritik an den Chatnachrichten seine Aufnahme in die AfD-Fraktion verhindert hatte, und trat der Fraktion erst zur konstituierenden Sitzung des neuen Bundestags im Februar 2026 bei. Der nordrhein-westfälische AfD-Landesverband hatte zuvor seinen Parteiausschluss wegen Äußerungen zu "Remigration" beantragt; das AfD-Bundesschiedsgericht entschied im Juli 2026, dass Helferich in der Partei bleiben darf, und verhängte lediglich ein sechsmonatiges Verbot, Parteiämter zu bekleiden (taz: Matthias Helferich bleibt in AfD - Der freundliche Nationalsozialist, 3. Juli 2026).

Helferich hat wiederholt für Comics und Inhalte des rechtsextremen "Grimbart Studio" von Alexander Kleine geworben.

Faktenfackel Bewertung

Helferich zählt zum extrem rechten Rand der AfD-Bundestagsfraktion. Seine Selbstbezeichnung als "freundliches Gesicht des NS" und sein Werben für geschichtsrevisionistische Inhalte der Neuen Rechten belegen eine offen nationalsozialistisch anschlussfähige Haltung.

Fazit

Helferich ist als Vertreter des offen rechtsextremen Flügels der AfD-Bundestagsfraktion einzuordnen.