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Sascha Lensing

AfD-Bundestagsabgeordneter aus Duisburg, hauptberuflich Polizeibeamter in NRW, bekannt durch Disziplinarverfahren und Onlineshop mit Kondom-Verkauf unter Nutzung seines Polizisten-Images.

Bildquelle: ©AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag
Bildquelle: ©AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag

Über die Quelle

Sascha Lensing, geboren am 13. September 1973 in Duisburg, ist seit dem 25. März 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages für die Die "Alternative für Deutschland". Er gewann den Wahlkreis 115 (Duisburg II) und zog zusätzlich über Listenplatz 7 der AfD NRW in den Bundestag ein. Im Parlament ist er ordentliches Mitglied des Innenausschusses sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union und im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz.

Lensing ist seit April 1997 Polizeibeamter des Landes NRW, zuletzt im Rang eines Kriminalhauptkommissars. Er absolvierte sein Abitur 1994 am Landfermann-Gymnasium Duisburg und trat 2019 in die AfD ein. Politisch engagierte er sich vor dem Einzug in den Bundestag als stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Duisburger Stadtrat sowie als Schatzmeister des AfD-Kreisverbands Duisburg.

Onlineshop mit Kondomen unter Polizisten-Image

Lensing betreibt einen Onlineshop auf seiner persönlichen Website, der laut t-online mit einem großen Cartoon-Bild von ihm als Polizist mit Polizeikelle ausgestattet ist. Dort verkauft er unter anderem Kondome mit der Aufschrift "Sicher ist sicher" für 12,99 Euro, beworben mit dem Satz: "30 Jahre Polizist - und das Motto bleibt: Sicher ist Sicher." t-online berichtete über den Shop im September 2025.

Disziplinarverfahren wegen Höcke-Nähe

Gegen Lensing läuft seit dem 14. Mai 2024 eine Disziplinarklage des Polizeipräsidiums Duisburg vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf, wie t-online berichtete. Eine eigene Pressemitteilung oder ein Aktenzeichen hat das Gericht dazu nicht veröffentlicht; belegt ist das Verfahren durch die Berichterstattung und durch Lensings eigene Bestätigung. Dem Bericht zufolge betrifft es Posts in sozialen Medien, die Zweifel an Lensings Verfassungstreue aufwarfen; dabei soll die Nähe zu Björn Höcke eine Rolle spielen, und Lensing habe einige dieser Beiträge inzwischen gelöscht. Im Falle eines Unterliegens drohen ihm Degradierung oder Entlassung aus dem Beamtenverhältnis. Lensing selbst bestätigte das laufende Verfahren und erklärte, er vertraue "in unseren Rechtsstaat", wollte sich inhaltlich aber nicht äußern.

Nähe zum Höcke-Flügel

Lensing pflegte öffentlich nachweisbar Kontakt zum rechtsextremen Flügel innerhalb der AfD. Im Mai 2023 nahm er an einem als "Patriotentreffen in NRW" bezeichneten Treffen im Restaurant "Orsoyer Hof" in Rheinberg teil, an dem neben anderen AfD-Politikern aus Ost und West auch Björn Höcke anwesend war. Lensing postete Fotos davon auf Facebook, auf denen er neben Höcke sitzt, und schrieb laut t-online dazu: "Ost trifft West. Super Austausch. Ich komme gerne nach Thüringen im nächsten Wahlkampf." Laut t-online notierte der NRW-Verfassungsschutz das Treffen mit der "ideologischen Führungsperson des ehemaligen Flügels" in seinem Jahresbericht 2023. Lensing bezeichnete Höckes Worte aus dem Jahr 2018 bei einem AfD-Wahlkampfauftritt in Gelsenkirchen öffentlich als "prophetisch".

Faktenfackel Bewertung

Sascha Lensing kombiniert in seiner öffentlichen Selbstdarstellung zwei Rollen: den erfahrenen Polizeibeamten und den AfD-Politiker. Das Polizisten-Image nutzt er bis hin zum Onlineshop kommerziell. Die dokumentierte Nähe zu Björn Höcke, der vom Bundesamt für Verfassungsschutz als Rechtsextremist eingestuft wird, sowie das laufende Disziplinarverfahren wegen mutmaßlicher Zweifel an seiner Verfassungstreue sind belegte Fakten aus der Medienberichterstattung und dem NRW-Verfassungsschutzbericht 2023.

Lensing ist bisher vor allem als lokaler Duisburger Politiker bekannt. Als Mitglied des Innenausschusses hat er ein parlamentarisches Podium für innenpolitische und sicherheitspolitische Themen.

Fazit

Lensing ist ein AfD-Abgeordneter mit dokumentierter Nähe zum rechtsextremen Höcke-Netzwerk und einem laufenden Disziplinarverfahren wegen mutmaßlicher Verfassungstreuezweifel. Quellen aus dem Lensing-Umfeld sind im Lichte dieser Einordnung zu bewerten.