Steffen Kotré
Steffen Kotré (* 29. April 1971 in Ost-Berlin) ist AfD-Bundestagsabgeordneter und energiepolitischer Sprecher seiner Fraktion. Er fordert die Rückkehr zu Kernkraft und russischem Gas.

Über die Quelle
Steffen Kotré (* 29. April 1971 in Ost-Berlin) ist seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages für die AfD, in die er 2013 eintrat. Nach einer Ausbildung zum Elektriker mit Abitur (1990) und Zivildienst an der Charité studierte er Wirtschaftsingenieurwesen und schloss 1997 als Diplom-Ingenieur ab; seit 1998, ab 2005 selbstständig, arbeitet er in der Unternehmensberatung für kleine und mittlere Unternehmen. Von 2014 bis 2017 war er Referent für Wirtschaft und Energie der AfD-Fraktion im Landtag Brandenburg und Mitglied des Kreistags Dahme-Spreewald.
In der 19. Wahlperiode war Kotré wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der Fraktion, seit Beginn der 20. Wahlperiode energiepolitischer Sprecher und Sprecher der Landesgruppe Brandenburg. Er sitzt als ordentliches Mitglied im Ausschuss für Klimaschutz und Energie und ist stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss sowie im Unterausschuss Internationale Klima- und Energiepolitik (Bundestag). 2023 verlor er die Stichwahl um das Landratsamt Dahme-Spreewald mit 35,2 zu 64,8 Prozent.
Kotré ist seit 2021 mit Lena Kotré verheiratet, die für die AfD im Landtag Brandenburg sitzt; das Paar hat zwei Kinder (Wikipedia).
Links
- https://afdbundestag.de/abgeordnete/steffen-kotre/
- https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/steffen-kotre
- https://www.bundestag.de/webarchiv/abgeordnete/biografien20/K/kotre_steffen-857630
Faktenfackel Bewertung
Kotré ist die energiepolitische Stimme der AfD-Fraktion und damit der Absender eines Großteils der Pressemitteilungen, die reale Kennzahlen aus dem Energiesektor mit einer Ursachenerzählung verbinden, die diese Zahlen nicht tragen. Inhaltlich lehnt er den Kohleausstieg ab, den er als "infantile Politik" bezeichnet, fordert die Rückkehr zur Kernkraft und die Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen und verwendet für Klimaschutzmaßnahmen regelmäßig den Begriff "Klimawahn".
Für die Bewertung seiner Aussagen ist ein Muster wichtig, das sich an mehreren Beispielen zeigt: Die von ihm genannten Zahlen sind häufig korrekt und aus amtlichen Quellen belegbar. Der Fehler liegt in der Kausalkette, die er daran hängt. So zitiert er in der Pressemitteilung zu den Gasspeichern die Füllstände zutreffend und erklärt sie dann mit einer "verfehlten Energie- und Sanktionspolitik", während der Rückstand europaweit auftritt und von Marktbedingungen getrieben wird ausführliche Einordnung im Quellenlink. Eine Prüfung muss deshalb bei ihm regelmäßig zwischen der Zahl und der Schlussfolgerung trennen, statt die Zahl zu bestreiten.
Zeit Online berichtete, dass Kotré Mitarbeiter mit "verfassungsfeindlichen" und nach der Beschreibung klar rechtsextremen Hintergründen beschäftigte. Die deutschsprachige Wikipedia führt ihn als Rechtsextremen.
Fazit
Als Primärquelle für Positionen und Forderungen der AfD in der Energiepolitik brauchbar und relevant, weil er sie amtlich für die Fraktion formuliert. Als Quelle für Sachverhalte nicht belastbar: Kennzahlen werden zwar meist korrekt wiedergegeben, aber in Ursachenbehauptungen eingebaut, die sie nicht stützen.