Im YouTube-Interview mit dem Kanal "Der Dunkle Parabelritter" vom 11. Januar 2026 wurde Tino Chrupalla, damaliger AfD-Bundessprecher, zu der Frage nach der Gegenfinanzierung der AfD-Steuerversprechen in Höhe von 130 bis 180 Milliarden Euro konfrontiert. Chrupalla nannte eine Reihe von Einsparposten:
"Die Zulagen, die wir an die EU zahlen, wir zahlen 17,5 Milliarden pro Jahr, wollen wir radikal reduzieren. Wir wollen z.B. keine Kriegs und Panzer mehr und Geldlieferung an die Ukraine liefern. Das sind 30 Milliarden, die wir bereits die letzten zwei Jahre haben wir 30 Milliarden Euro in die Ukraine überwiesen. 12 Milliarden folgen die nächsten Monate noch. Übrigens auch die Stationierung von einer Bundeswehrbrigade an der litauisch-russischen Grenze soll bis 2027 stattfinden. 11 Milliarden. Weitere Entwicklungshilfe, die wir zahlen. Auch da muss der Rotstift angesetzt werden. Demokratie Fördergesetz eine Milliarde."
Faktenfackel Bewertung
In der Summe kommt Chrupalla auf etwa 60 Milliarden Euro. Bei einer Finanzierungslücke von mindestens 130 Milliarden, die alle unabhängigen Wirtschaftsinstitute (DIW, IW Köln) errechnet haben, fehlen damit 70 bis 120 Milliarden Euro. Parabelritter hält Chrupalla diese Lücke direkt vor: "Sie haben jetzt 51 Milliarden genannt und sind schon bei so Kleckerbeträgen wie diese eine Milliarde gelandet." Auf die Frage, woher die fehlenden 50 Milliarden kämen, antwortet Chrupalla mit dem Verweis auf ein "Einnahmen-Ausgaben-Audit" - also dem Eingeständnis, die Zahlen nicht zu kennen.