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Stand: 16.04.2026

Solarworld stellt Insolvenzantrag

Link Beschreibung

Solarworld AG, Deutschlands letzter großer Photovoltaik-Produzent, meldete am 10. Mai 2017 Insolvenz an. Das Unternehmen begründete die Entscheidung mit "weiter voranschreitenden Preisverwerfungen" auf dem Modulmarkt: Zwischen 2009 und 2015 sanken die Preise für Solarmodule um 80 Prozent, während chinesische Hersteller ein Vielfaches der Bonner Produktionskapazität aufbauten. Betroffen waren rund 3.000 Stellen an den Standorten Bonn, Arnstadt und Freiberg.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Der Solarify-Artikel dokumentiert die Insolvenzanmeldung der Solarworld AG vom 10. Mai 2017 mit der offiziellen Ad-hoc-Erklärung des Vorstands sowie Einordnungen verschiedener Branchenvertreter und Politiker. Die zentralen Fakten sind durch die im Artikel verlinkten Quellen belegt.

Die Insolvenz von Solarworld war der vorläufige Endpunkt eines jahrelangen Niedergangs der deutschen Solarmodulproduktion. Solarworld hatte 2016 bei einem Umsatz von rund 803 Millionen Euro einen Verlust von fast 92 Millionen Euro geschrieben, nachdem der Weltmarktpreis für Module allein in diesem Jahr um rund ein Fünftel gefallen war. Seit 2009 waren die Modulpreise laut der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) um insgesamt 80 Prozent eingebrochen, was der Artikel mit Verweis auf das Handelsblatt korrekt wiedergibt.

Das Bonner Amtsgericht bestellte am 14. Mai 2017 Horst Piepenburg als vorläufigen Insolvenzverwalter, was der Artikel korrekt dokumentiert. Die Insolvenz erfasste neben der Muttergesellschaft auch die Tochtergesellschaften Solarworld Industries Sachsen GmbH, Solarworld Industries Thüringen GmbH, Solarworld Industries Deutschland GmbH und Solarworld Innovations GmbH.

Die strukturellen Ursachen - massive Überkapazitäten in China, fehlende EU-Industriepolitik und der Preiskampf mit chinesischen Herstellern - werden im Artikel durch Stimmen aus der Branche (BSW-Solar-Geschäftsführer Carsten Körnig), der Politik (Franz Alt, Hans-Josef Fell) und von Solarworld-Gründer Frank Asbeck selbst eingeordnet. Diese Kommentare haben teils klare politische Färbung und spiegeln die Perspektive der Energiewende-Befürworter wider.

Fazit

Die Kernaussagen des Artikels zur Solarworld-Insolvenz sind sachlich korrekt und durch zeitgenössische Quellen belegt. Der Bericht kombiniert die offizielle Ad-hoc-Meldung des Unternehmens mit Einordnungen aus Branche und Politik, die bei der Quellennutzung entsprechend eingeordnet werden sollten.

Verwendungen

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