Bundesverfassungsgericht
Oberstes Verfassungsgericht der Bundesrepublik Deutschland in Karlsruhe

Über die Quelle
Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) ist das höchste deutsche Gericht in Fragen des Grundgesetzes und gleichzeitig ein eigenständiges Verfassungsorgan des Bundes. Es hat seinen Sitz in Karlsruhe und nahm 1951 seine Arbeit auf. Das Gericht besteht aus 16 Richterinnen und Richtern, die auf zwei Senate mit je acht Mitgliedern aufgeteilt sind, je die Hälfte wird vom Bundestag und vom Bundesrat mit Zweidrittelmehrheit gewählt. Die Amtszeit beträgt zwölf Jahre ohne Möglichkeit der Wiederwahl; Richterinnen und Richter scheiden spätestens mit 68 Jahren aus. Als "Hüter der Verfassung" entscheidet das BVerfG unter anderem über Verfassungsbeschwerden, Normenkontrollverfahren und Organstreitigkeiten zwischen Verfassungsorganen. Seine Urteile binden alle staatlichen Stellen und sind endgültig.
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Faktenfackel Bewertung
Das Bundesverfassungsgericht ist eine der zuverlässigsten Primärquellen für Fragen rund um Grundrechte, Verfassungsrecht und die rechtliche Zulässigkeit staatlichen Handelns. Urteile und Pressemitteilungen des BVerfG sind als offizielle Rechtsprechung direkt zitierbar und verfügen über höchste institutionelle Glaubwürdigkeit. Relevant für Faktenfackel ist das Gericht vor allem dann, wenn Falschbehauptungen über Grundrechte, staatliche Maßnahmen oder die Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen kursieren, das BVerfG liefert in solchen Fällen verbindliche Klarstellungen. Die Pressemitteilungen des Gerichts sind verständlich formuliert und eignen sich gut als Quellengrundlage; für komplexere Urteile empfiehlt sich ergänzend juristische Sekundärliteratur.
Fazit
Das Bundesverfassungsgericht ist eine hochglaubwürdige, primäre Rechtsquelle für alle verfassungsrechtlichen Fragen und besonders wertvoll bei Faktenchecks zu Grundrechten und staatlichen Einschränkungen.