Eau de Paris
Öffentlicher Wasserversorger der Stadt Paris nach der Rekommunalisierung 2010

Über die Quelle
Eau de Paris ist der öffentliche Wasserversorger der Stadt Paris, der zum 1. Januar 2010 nach dem Auslaufen der privaten Konzessionsverträge gegründet wurde. Seit der Rekommunalisierung unter Bürgermeister Bertrand Delanoë versorgt das Unternehmen rund 3 Millionen Menschen mit Trinkwasser. Die Wasserversorgung war seit 1985 unter dem damaligen Bürgermeister Jacques Chirac privatisiert worden - die rechte Seine-Seite an Veolia (damals Compagnie Générale des Eaux), die linke an Suez (damals Lyonnaise des Eaux).
Eau de Paris ist als "Régie" - also als kommunaler Regiebetrieb - organisiert und damit vollständig im öffentlichen Eigentum der Stadt Paris. Das Unternehmen ist keine privatrechtliche Gesellschaft, sondern ein öffentlich-rechtlicher Betrieb ohne Gewinnziel. Alle Überschüsse fließen in Instandhaltung und Modernisierung.
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Faktenfackel Bewertung
Eau de Paris ist die Primärquelle für Daten zur Pariser Wasserrekommunalisierung. Als Selbstdarstellung des rekommunalisierten Versorgers hat die Organisation ein institutionelles Interesse daran, die Rekommunalisierung positiv darzustellen. Die angegebenen Zahlen (35 Mio. Euro Einsparungen, 8 Prozent Preissenkung 2011) sind jedoch durch unabhängige akademische und journalistische Quellen bestätigt.
Für überprüfbare Fakten zur Rekommunalisierung - Zeitpunkt, beteiligte Unternehmen, Preisentwicklung - ist Eau de Paris eine verlässliche Quelle. Für Wertungen und politische Einordnungen ist die institutionelle Perspektive kritisch zu berücksichtigen.
Fazit
Verlässliche Primärquelle für Fakten zur Pariser Wasserrekommunalisierung 2010. Zahlenangaben sind extern verifiziert, politische Wertungen aber institutionell geprägt.