Innenministerium Brandenburg
Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg (MIK), zuständig für Polizei, Verfassungsschutz, Kommunales und innere Sicherheit

Über die Quelle
Das Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg (MIK) ist die oberste Landesbehörde für innere Sicherheit, Kommunalpolitik, Verfassungsschutz und Katastrophenschutz in Brandenburg. Es wurde nach der Wiedervereinigung 1990 neu gegründet und hat seinen Sitz in Potsdam.
Seit dem 18. März 2026 leitet Dr. Jan Redmann (CDU) das Ministerium. Redmann ist Jurist (Dr. jur., Universität zu Köln) und war von 2019 bis 2026 Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion sowie seit 2023 Landesvorsitzender der CDU Brandenburg. Davor war er 16 Jahre als Rechtsanwalt tätig. Staatssekretär ist Uwe Schüler (CDU), der das Amt bereits von 2019 bis 2023 innehatte. Das Ministerium ist Teil des fünften Kabinetts von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), gebildet aus einer Koalition von SPD, BSW und CDU nach der Landtagswahl 2024.
Das MIK gliedert sich in sechs Abteilungen, die Bereiche von Verfassungsrecht bis Digitalisierung abdecken. Eine eigene Abteilung ist dem Verfassungsschutz gewidmet.
Zu den nachgeordneten Behörden zählen das Polizeipräsidium des Landes Brandenburg, der Zentraldienst der Polizei, die Hochschule der Polizei in Oranienburg, die Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz sowie das Amt für Geobasisinformation Brandenburg. Das Ministerium verantwortet auch die Zentrale Ausländerbehörde des Landes.
Das MIK veröffentlicht regelmäßig:
- Die jährliche Kriminalstatistik (PKS) für Brandenburg
- Den jährlichen Bericht zur Politisch motivierten Kriminalität (PMK)
- Den Jahresbericht des brandenburgischen Verfassungsschutzes
Links
- Offizielle Website
- Pressemitteilungen
- Verfassungsschutzbericht
- PMK-Berichte
- Wikipedia: Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg
- E-Mail: poststelle@mik.brandenburg.de
Faktenfackel Bewertung
Das MIK ist als oberste Landesbehörde eine staatliche Primärquelle für alle statistischen und amtlichen Veröffentlichungen zur inneren Sicherheit in Brandenburg. Kriminalstatistiken, PMK-Zahlen und Verfassungsschutzberichte sind offizielle Dokumente und können als solche zuverlässig zitiert werden.
Bei Eigenaussagen und Verlautbarungen des Ministeriums (Pressemitteilungen, Statements von Minister Redmann) ist die politische Einordnung erkennbar zu machen: Das MIK vertritt die Linie der jeweiligen Landesregierung. Die Darstellung von Sicherheitslage und Migrationspolitik ist daher politisch gefärbt und sollte nicht unkritisch übernommen werden.
2020 erhielt das Ministerium den "BigBrotherAward" für die dauerhafte Speicherung von Fahrzeugkennzeichen im System KESY, die laut Landesdatenschutzbeauftragtem den gesetzlichen Rahmen überschritt. Das illustriert, dass auch staatliche Behörden bei Grundrechtsfragen kritisch beobachtet werden sollten.
Fazit
Verlässliche Primärquelle für Landes-Kriminalstatistik, PMK-Zahlen und Verfassungsschutzdaten aus Brandenburg. Politische Einordnung der Ministeriumsaussagen ist erforderlich.